Sowohl im See als auch im Meer gilt: Nicht auf der Luftmatratze einschlafen, weil man davongetrieben werden kann. / © Getty Images/M Sweet
Gerade zu Beginn der Badesaison gibt es eine Gefahr, die viele nicht auf dem Schirm haben: ein vergleichsweise großes Temperaturgefälle zwischen Luft und Wasser. Während das Thermometer sich Richtung 30 Grad bewegt, liegen die Wassertemperaturen von Seen Mitte Juni oft noch unter 20 Grad.
»Springt man dann mit aufgeheiztem Körper ins noch recht kühle Wasser, wird das Herz-Kreislauf-System stark gefordert«, warnt Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht. Das kann bei Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sogar lebensgefährlich werden, etwa wenn es dadurch zur Bewusstlosigkeit kommt.
Also lieber vorher abkühlen, indem man sich etwa Wasser über Arme, Rumpf und Beine schaufelt. Wer auf Nummer sicher gehen will, verzichtet aufs Reinspringen, sondern schreitet Schritt für Schritt in den See.
Luftmatratze, Schwimmring oder XXL-Flamingo: Sich auf ihnen treiben zu lassen, ist herrlich entspannend. Bis zu dem Moment, in dem man feststellt, dass das Ufer ziemlich weit weg ist. »Wenn ich auf einer Luftmatratze dahingleite, bin ich Strömungen und auch dem Wind ausgesetzt«, sagt Andreas Paatz. Wer aufblasbare Wasserspielzeuge nutzt, sollte das nur mit offenen Augen tun – um im wahrsten Sinne des Wortes frühzeitig gegensteuern zu können.
Doch eingeschlafen – und jetzt ist der Rückweg weit? »Dann würde ich nicht empfehlen, sofort mit dem ganzen Körper von der Luftmatratze runterzugehen – schließlich ist der Körper ja oft aufgeheizt, das kann gefährlich werden«, sagt Paatz. Er schlägt stattdessen vor: die Beine ins Wasser gleiten lassen, den Oberkörper auf der Luftmatratze parken und sich mit kräftigen Schwimmbewegungen wieder Richtung Ufer bewegen.
Rausch enthemmt – und lässt einen auf Ideen kommen, die nüchtern betrachtet alles andere als vernünftig sind. Alkohol und Drogen vertragen sich daher mit dem Baden nicht, warnt Andreas Paatz. Zumal Rauschmittel oft Gruppendynamiken verstärken, die auf gegenseitiges Aufstacheln und Mutproben wie riskante (Kopf-)Sprünge in den See hinauslaufen.