Kirschen und Wasser dürfen ohne Bedenken gleichzeitig genossen werden. / © Getty Images/zoka74
Früher wurde Kindern oft gesagt, sie dürften zu Kirschen auf keinen Fall Wasser trinken, sonst bekommt man Bauchschmerzen. Dieser Mythos hält sich hartnäckig, hält aber heutigem Wissensstand nicht stand.
Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hat eine plausible Erklärung, was hinter dieser alten Warnung steckt: Sie geht vermutlich auf Zeiten mit schlechterer Trinkwasserqualität zurück, wodurch eher enthaltene Keime die Beschwerden verursacht haben dürften, als die Kirschen selbst. Diese Sorge sei heutzutage aber unbegründet.
Bei empfindlichen Menschen können größere Mengen Kirschen aber durchaus Blähungen verursachen, so die Ernährungsexperten. Denn auf der Schale könnten von Natur aus Hefen vorkommen, die den Fruchtzucker vergären und dabei Kohlendioxid bilden. Deshalb ist es ratsam, Kirschen vor dem Verzehr stets gründlich zu waschen. Wer selbst per Hand erntet, sollte warten bis die Kirschen wirklich reif, da sie nicht nachreifen. Aber egal, ob gekauft oder geerntet: Zu Hause sollten die Früchte möglichst rasch gegessen oder verarbeitet werden.