| Barbara Döring |
| 27.08.2026 16:00 Uhr |
Beta-Alanin soll die Leistung steigern – zu viel davon kann zu Missempfindungen führen. / © Getty Images/Mike Harrington
Die Aminosäure Beta-Alanin ist die Vorstufe von Carnosin, das unter anderem in Muskeln bei der Regulierung des pH-Werts eine Rolle spielt. Als Nahrungsergänzungsmittel (NEM) zugeführt, soll es die Übersäuerung des Muskels abschwächen oder hinauszögern und so die Leistung steigern. Zudem soll es als Antioxidans die Zellen vor Alterung schützen. Als Nebenwirkung der Einnahme können akute Missempfindungen der Haut auftreten, wie Kribbeln, Stechen und Hitzegefühl.
Das BfR kann aufgrund fehlender Daten zur Anwendung beim Menschen keine Angaben zu einer gesundheitlich unbedenklichen Aufnahmemenge für Beta-Alanin in isolierter Form als NEM oder in angereicherten Nahrungsmitteln machen. Wie das Institut meldet, ist davon auszugehen, dass bei Einzeldosen unterhalb von 400 mg das Risiko für Parästhesien bei Erwachsenen gering ist, auch wenn mehrere Einzeldosen unter 400 mg über den Tag verteilt eingenommen werden.
Die tägliche Gesamtzufuhr sollte jedoch unter 1,2 g Beta-Alanin liegen. Das BfR empfiehlt, entsprechende Supplemente über maximal zwölf Wochen einzunehmen. Für Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende sowie Menschen über 65 Jahren ist von der Einnahme abzuraten.