Bis zu zwei Stunden Zeitverschiebung toleriert der Körper in der Regel gut. / © Getty Images/ Vladimir Sukhachev
Wie der Körper mit Änderungen des Tagesrhythmus umgeht, sehe man beim Jetlag, beim Überschreiten von Zeitzonen, erklärt Ursula Sellerberg, Apothekerin und stellvertretende Pressesprecherin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Bis zu zwei Stunden würden in der Regel vom Körper gut toleriert.
Die Zeitumstellung bringe nur eine Stunde Verschiebung, das sollte also zu keinen Problemen mit Medikamenten führen, so die Apothekerin. Man könne der bewährten Uhrzeit für die Einnahme in der Winterzeit also treu bleiben.
Dennoch gebe es Ausnahmen, wie zum Beispiel Antibiotika. Diese müssten häufig mehrmals am Tag zu festen Uhrzeiten eingenommen werden, damit ein gleichmäßiger Wirkstoffspiegel erhalten bleibt – je nach Präparat ein-, zwei- oder sogar dreimal am Tag. Die genauen Abstände zwischen den
Einnahmen sind entscheidend. Hier könne die Zeitumstellung – also eine Stunde mehr zwischen zwei Einnahmen – die Wirkung beeinflussen, sagt Ursula Sellerberg. Es sei daher in Sonderfällen empfehlenswert, sich bei der Einnahme weiterhin an die Sommerzeit zu halten. Antibiotika würden zudem in der Regel nur kurzfristig eingenommen.
Im Gegensatz dazu gibt es auch Medikamente, die zwar an den eigenen Tagesrhythmus gebunden sind, aber nicht an feste Uhrzeiten. Insulin zum Beispiel ist meist an die Essenszeit geknüpft und wird deswegen von der Zeitumstellung nicht beeinflusst.
(aus unserem Archiv, im Original erschienen am 25.10.2024)