| Isabel Weinert |
| 18.05.2026 08:00 Uhr |
Jeder Mensch im Handverlauf sollte die Prüfmerkmale von Banknoten erkennen können. / © Adobe Stock/Gina Sanders
Das Bundeskriminalamt (BKA) gibt auf seiner Website wertvolle Hinweise zum Thema Falschgeld. Zunächst einmal sei es wichtig zu wissen, woran man echtes Geld erkennt. PTA können sich zu diesem Zweck Banknoten und deren Sicherheitsmerkmale einmal und am besten immer wieder ganz genau anschauen. Das BKA weist vor allem auf die Sicherheitsmerkmale hin, die auch täuschend echt aussehende Fälschungen als solche preisgeben. Die Deutsche Bundesbank nennt drei Säulen:
Fühlt man eine Banknote, so greift sie sich fest an. Sie besteht aus Baumwolle. Fühlen lässt sich auch das Relief, das heißt, das Hauptmotiv, die Schrift und die Wertzahl lassen sich als erhaben ertasten. Außerdem finden sich am linken und rechten Rand tastbare Linien.
Sehen lässt sich laut Deutscher Bundesbank das Porträt-Wasserzeichen, und zwar im Gegenlicht. Bei Echtheit erkennt man ein schemenhaftes Porträt der mythologischen Gestalt Europa und den Wert der Banknote. Zudem läuft ein dunkler Glanzstreifen durch das Papier. Darin lässt sich jeweils als Aussparung das Euro-Symbol erkennen sowie der Wert der Banknote in Mikroschrift.
Sichtbar ist außerdem ein silbriger Folienstreifen auf der Vorderseite der Banknote rechts. In dessen oberen Teil befindet sich ein kleines Feld, das man auch als Fenster bezeichnet, weil in diesem Bereich das Silber des Streifens durchsichtig wird, wenn man den Schein gegen das Licht hält. Kippt man die Banknote, sieht man in besagtem Fenster mehrere regenbogenfarbene Wertzahlen.
Auch die Seriennummer ist von Bedeutung. Sie setzt sich aus zwei Buchstaben und zehn Ziffern zusammen und befindet sich laut Bundesbank horizontal in der rechten oberen Ecke. Zudem findet man die letzten sechs Ziffern der Seriennumme nochmals vertikal am unteren Rand der Banknote mittig aufgedruckt.
Um im laufenden Betrieb gefälschte Banknoten schnell und zuverlässig zu erkennen, setzen die allermeisten Apotheken Prüfgeräte ein. Die Deutsche Bundesbank rät auf jeden Fall zu Geräten, die verschiedene Merkmale der Banknoten prüfen. Von ihr erfolgreich getestete Geräte schaffen es auf die Website der Europäischen Zentralbank (EZB).
Dort findet man alle Systeme, die von den nationalen Zentralbanken des Euroraums getestet wurden. Es existieren auch Prüfgeräte für Münzgeld. Was erfolgreich getestet wurde, können Interessierte auf der Internetseite der Europäischen Kommission finden.
Was tun, wenn eine Banknote als Falschgeld identifiziert wurde? Das BKA rät, in diesen Fällen direkt zu handeln, das heißt umgehend die Polizei zu benachrichtigen. Den »falschen Fuffziger« also nicht irgendwo zu parken, weil es in der Apotheke gerade voll ist und eigentlich keine Zeit für etwas anderes als den Handverkauf.
PTA dürfen den falschen Schein niemals zurück an den Menschen geben, von dem sie ihn erhalten haben. Damit könne man sich selbst strafbar machen, so das BKA. Man solle jedoch versuchen, die Person, die das Geld gegeben hat, zum Bleiben zu bewegen, bis die Polizei da sei. Gelinge das nicht, sei es nützlich, sich Aussehen und – falls möglich – das Kfz-Kennzeichen des Menschen zu merken.
Das BKA rät, den Schein in einen Umschlag zu stecken, um wichtige Fingerabdrücke darauf nicht zu zerstören. Dann übergibt man den Umschlag der Polizei und schildert, wie das Geld in die Apotheke gelangt ist. Auch der Zahlende kann weitere Hinweise geben.
Immer bedenken sollten PTA: Ruhig bleiben und niemanden in Gefahr bringen. Der Mensch, dem das Falschgeld »angedreht« wurde, hat im Übrigen den vollen Schaden: Falschgeld wird nicht ersetzt, es vorübergehend zu besitzen, ist schlicht Pech.