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Von Berlin bis München
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Das brachte der Protesttag für PTA

Insgesamt dürften es mehr als 25.000 Apothekenmitarbeitende gewesen sein, die am gestrigen Montag in Berlin, Hannover, Düsseldorf, München sowie Fulda auf die Straße gingen, um für die Rettung der Apotheken zu protestieren – darunter auch zahlreiche PTA. Welche Botschaften richteten die Redner dabei speziell an diese Berufsgruppe?
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 24.03.2026  13:30 Uhr

Im Zentrum der gestrigen Kundgebungen stand eine gemeinsame Forderung: Die im Koalitionsvertrag angekündigte Anhebung des Rx-Packungsfixums auf 9,50 Euro – nach 13 Jahren Honorarstillstand – müsse endlich umgesetzt werden. Doch auch die aktuell diskutierten PTA-Themen wurden von den Rednern angesprochen.

Düsseldorf: Klare Absage zur PTA-Vertretung

In Düsseldorf, wo sich mit geschätzt 10.000 Teilnehmenden die meisten Protestierenden gesammelt hatten, erteilte ABDA-Präsident Thomas Preis der sogenannten PTA-Vertretung eine klare Absage.

»Wir sind auch mit dem Bvpta einig und sagen ganz deutlich Ja zur Weiterqualifizierung für PTA und ein klares Nein zur Vertretung durch PTA. Das muss ersatzlos gestrichen werden.«

Zur Vergütung von PTA äußerte sich Thomas Rochell, Vorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe (AVWL) und präsentierte einige eindrückliche Rechenbeispiele. Unter Einbeziehung von Tariferhöhungen und Steigerungen des Mindestlohns verdeutlichte er, dass die Rechnung der Politik nicht annähernd aufginge, denn selbstverständlich müsse und wolle man auch PTA und PKA leistungsgerecht und konkurrenzfähig bezahlen.

Berlin: PTA-Beruf braucht Weiterentwicklung und Anerkennung

In Berlin kritisierte die Bundesvorsitzende des BVpta, Anja Zierath, vor etwa 6000 Protestierenden, dass Apotheken kaputtgespart würden und täglich Menschen die Apothekenberufe verließen.

»Ohne starke Apotheken gibt es bald auch keine PTA mehr. Wenn Apotheken verschwinden, dann verschwinden auch Arbeitsplätze, Perspektiven und Zukunft.« Der Beruf brauche eine Weiterentwicklung. »Wir übernehmen schon längst mehr Verantwortung. Aber wann bekommen wir die Anerkennung dafür? Wenn wir mehr leisten, dann brauchen wir mehr Perspektiven, Weiterqualifizierung und auch mehr Gehalt.«

München: PTA-Vertretungslösung »nicht aktzeptabel«

Auch in München war die PTA-Vertretung ein Thema für Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbands (BAV). Die PTA-Vertretungslösung sei »nicht aktzeptabel«, auch mit den Verschärfungen im Regierungsentwurf nicht.

Dies bedeute keine Abwertung der wertvollen Arbeit der PTA, betonte Hubmann. Ohne diese wäre der Apothekenbetrieb nicht möglich, sie seien wichtiger denn je. Die Änderungen im Regierungsentwurf verhinderten aber nicht, dass die Vertretungsklausel ein »ordnungspolitischer Sündenfall« sei, der Konzernen den Einstieg in die Struktur ermögliche. »Diese Tür bekommen wir nie mehr zu«, warnte Hubmann.

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) ließ zudem in einer Videobotschaft an die Protestierenden wissen, dass Bayern am Grundsatz »Keine Apotheke ohne Apothekerin oder Apotheker« festhalte, denn die vom BMG weiter vorgesehene Erprobung einer PTA-Vertretungsbefugnis werde das Personalproblem nicht lösen.

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