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Hitzestress untenherum
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Das schützt den Intimbereich

Hitze, Schweiß und Reibung belasten den Genitalbereich stärker als viele vermuten. Besonders bei Frauen begünstigt das Infektionen verschiedener Art. Fürsorge mit der richtigen Pflege ist nun besonders wichtig. 
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 12.06.2026  08:00 Uhr

Keine Kunstfaser

Zur sinnvollen Intimpflege gehört auch geeignete Unterwäsche. Aus dermatologischer Sicht ist reine Baumwolle das Material der Wahl. Sie ist hygroskopisch, nimmt Schweiß auf, leitet Feuchtigkeit von der Haut weg und erlaubt einen Luftaustausch, der feuchte Milieus verhindert. Wer es etwas edler mag, kann zu Wäsche aus Seide greifen, die jedoch Feuchtigkeit weniger gut aufnimmt. Synthetische Materialien wie Polyester oder Nylon können zu einem Wärmestau führen. Schweiß wird nicht aufgenommen, sondern auf der Haut gehalten, und es entsteht das ungünstige feucht-warme Milieu.

Im Sommer darf Unterwäsche bei starkem Schwitzen auch ruhig mehr als einmal am Tag gewechselt werden. Vorm Baden im Meer oder Freibad kann eine wasserabweisende Salbe schützen. Wichtig ist es, Wechselkleidung mitzunehmen. Wer nasse Badekleidung zu lange am Körper lässt, schafft ideale Nährböden für Keime und die aufgeweichte Haut ist anfälliger für Verletzungen und Infektionen. Auch bei Hygieneartikeln spielt das Material eine Rolle.

Einweg-Slipeinlagen und -binden mit einer undurchlässigen Kunststofffolie auf der Rückseite stauen Wärme und Feuchtigkeit. Tampons sollten mehrmals täglich gewechselt werden und nie länger als sechs Stunden verbleiben. Frisch rasierte Haut reagiert bei Hitze oft empfindlicher. Kleine Mikroverletzungen können sich entzünden. Wer sich im Intimbereich rasiert, sollte scharfe Klingen und milde Pflegeprodukte verwenden und auf gute Hygiene achten.

Für Männer 

Im Sommer entstehen auch im männlichen Intimbereich durch Schweiß, Wärme und Reibung ideale Bedingungen für Reizungen, Pilzinfektionen und bakterielle Entzündungen. Besonders betroffen sind Hautfalten, die Leistengegend sowie der Bereich unter der Vorhaut. Falls zur Reinigung Produkte verwendet werden, sollten sie wie bei Frauen mild, pH-hautneutral und unparfümiert sein.

Um ein feuchtes Milieu zu vermeiden, trocknen auch Männer den Bereich nach dem Waschen gründlich und wechseln verschwitzte Sportkleidung oder feuchte Badehosen möglichst rasch. Leichte Baumwollboxer sind als Unterwäsche zu bevorzugen. Bei starkem Schwitzen im Leistenbereich kann Körperpuder helfen. Juckreiz, Rötung, Brennen, unangenehmer Geruch oder weißliche Beläge können Hinweise auf Infektionen oder Entzündungen sein. Halten Beschwerden an – und das gilt für beide Geschlechter – sollte ein Arzt aufgesucht werden. 

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