| Barbara Döring |
| 11.02.2026 08:00 Uhr |
Gleich morgens früh Tageslicht zu tanken, synchronisiert die biologischen Rhythmen und beugt Müdigkeit vor. / © Adobe Stock/Gorodenkoff
Ständig am Gähnen, beim Aufstehen fühlt sich der Körper wie Blei an, abends fläzt man lieber auf dem Sofa, statt die milden Temperaturen draußen zu genießen – sobald sich der Winter verabschiedet, macht sich bei vielen Menschen die Frühjahrsmüdigkeit breit. Nach Schätzungen ist in Deutschland jeder Zweite zwischen März und Mai davon betroffen.
Das Phänomen ist also weit verbreitet, doch wissenschaftlich kaum untersucht. Vermutlich kommen verschiedene Faktoren zusammen. Endokrinologen machen hormonelle Umstellungen dafür verantwortlich: Wenn die Tage länger werden, produziert der Körper mit zunehmendem Licht weniger Stresshormone, was müde machen kann. Auch die Menge der Hormone Melatonin oder Serotonin verändert sich. Bis sich der Körper daran gewöhnt, braucht es bis zu vier Wochen.
Doch es gibt Tricks, um sich schneller anzupassen: Viel Bewegung und lange Spaziergänge an der frischen Luft, um Tageslicht zu tanken. Auch Wechselduschen können helfen, schneller wieder in die Gänge zu kommen. In der kalten Jahreszeit ernähren sich viele Menschen eher üppig und vitalstoffarm. Dann ist es im Frühjahr an der Zeit, den Fokus wieder mehr auf Gemüse und Obst zu legen. Hülsenfrüchte helfen zudem, Eisenmangel vorzubeugen, der ebenfalls zur Erschöpfung beitragen kann. Zucker und Alkohol sollten dagegen die Ausnahme sein.
Ein Paket aus verschiedenen Maßnahmen wirkt der Frühjahrsmüdigkeit entgegen und hilft, die Fitness zu verbessern und die Abwehrkräfte flexibel zu halten: