| Barbara Döring |
| 11.02.2026 08:00 Uhr |
Vor allem körperliche Aktivität ist wichtig, wenn es darum geht, im Frühjahr wieder in die Gänge zu kommen, auch wenn es vielleicht erst mal schwer fällt. Dabei hilft es, sich ein Programm zu suchen, das ohne großen Aufwand funktioniert. Die Deutsche Fitnesslehrer Vereinigung etwa empfiehlt einen Trainingsplan, der als Zirkeltraining mit dem eigenen Körpergewicht und ohne spezielle Aufwärmübungen in vier Wochen die Fitness verbessert.
In zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche werden jeweils sechs Gymnastikübungen wie »Hampelmann«, »Kniebeuge«, »Planke« oder Ähnliches in zwei bis vier Durchgängen und steigenden Wiederholungen durchgeführt. Übungen, die das Herz-Kreislauf-System fordern, wie Hampelmann und Kräftigungsübungen wie Kniebeuge sollten sich jeweils abwechseln. Den ersten Durchgang geht man locker an, er dient gleichzeitig dem Aufwärmen; die folgenden Übungen sind dann in möglichst kurzer Zeit und mit nur kurzen Pausen zu absolvieren. Genaue Beschreibungen finden sich auf der Website www.dflv.de/fit-fruehling.html. Auch wer nach längerer Pause wieder die Joggingschuhe schnüren möchte, sollte langsam starten. Experten raten, eher wohldosiert etwa zweimal pro Woche regelmäßig zu trainieren, statt wöchentlich fünfmal an den Start zu gehen und in der nächsten Woche ganz zu pausieren.
Für einen gleichmäßigen Atemrhythmus hilft es, vier Schritte einzuatmen und drei Schritte auszuatmen. Bei starkem Übergewicht sind für den Anfang gelenkschonende Alternativen wie Nordic Walking besser geeignet.
Das Outfit sollte dem oft noch wechselhaften Wetter angepasst werden; am besten wählt man Funktionskleidung nach dem bewährten Zwiebelprinzip mit T Shirt, langarmigem Shirt und Jacke.
Wer sich neue Laufschuhe zulegen möchte, probiert diese am besten abends an, da der Fuß tagsüber durch die Belastung etwas breiter wird. Die Schuhe sollten in der Regel eine Nummer größer als die Alltagsschuhe sein, sodass zwischen Zehenspitze und Schuhspitze ein Daumen breit Platz ist. Ideal ist eine mittlere Dämpfung, die Stöße nicht vollkommen abfängt. So werden die Knochen ausreichend gereizt, um ihre Festigkeit zu erhalten.
Auch Kreislaufprobleme sind bei manchen Menschen im Frühjahr häufiger. Nachdem sich die Blutgefäße im Winter eher verengt haben, um keine Wärme zu verlieren, weiten sie sich an wärmeren Tagen und der Blutdruck sinkt. Das kann zu Müdigkeit beitragen und Schwindel erzeugen. Reiztherapien wie Kalt-Warm-Wechselbäder nach Sebastian Kneipp können helfen, die Umstellung zu erleichtern.
Dass der Kreislauf im Frühjahr erst wieder in die Gänge kommen muss, hat auch mit dem biologischen Jahresrhythmus zu tun, den der Mensch im Ess- und Schlafverhalten durchlebt. Natürlicherweise nimmt das Schlafbedürfnis im Winter durch die längere Dunkelheit zu und man schläft im Schnitt 20 bis 45 Minuten länger. Dem kann nicht jeder durch den vorgegebenen Arbeitsrhythmus in ausreichendem Maße nachgehen. Meist kommt die Nachtruhe im Winter deshalb zu kurz, was im Frühjahr durch erhöhte Müdigkeit nachwirken kann.