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Die geplanten Proteste im Überblick

Am 23. März 2026 soll es bundesweite Apothekenproteste geben. Dazu sind Apothekenschließungen und Kundgebungen in den Städten Berlin, München, Hannover und Düsseldorf geplant. Die Apothekerschaft will so ein Zeichen gegen die Unterfinanzierung der Offizinen und die aktuellen Reformpläne setzen. Ein Überblick.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktPTA-Forum
Datum 10.03.2026  11:00 Uhr

Berlin

Der Berliner-Apotheker-Verein (BAV) hat Details zu den geplanten Protesten bekanntgegeben. Demnach will man sich um 12 Uhr am Potsdamer Platz treffen und von dort in einem Demonstrationszug zum Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus ziehen. Hier soll der Protest gegen 13:30 Uhr mit einer Kundgebung enden. Am selben Tag soll auch in Düsseldorf, Hannover und München protestiert werden.

In seiner Pressemitteilung betont der BAV, dass das Apothekenhonorar seit 2004 nur einmal und nur in minimaler Höhe angepasst wurde. Gleichzeitig seien die Kosten der Apotheken für Personal, Mieten und Energie dramatisch angestiegen. Die Unterfinanzierung habe zu zahlreichen Apothekenschließungen geführt.

Düsseldorf

Die vom Apothekerverband Nordrhein (AVNR) organisierte Versammlung in Düsseldorf findet unter dem Motto »Apothekensterben stoppen – Koalitionsvertrag jetzt umsetzen!« statt. Die Apotheken fordern »die politisch zugesagte Erhöhung des Packungsfixums auf 9,50 Euro nachdrücklich ein und lehnen eine ›Apotheke ohne Labor‹ und ›ohne Apothekerin oder Apotheker‹ klar ab«, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des AVNR und der Apothekerkammer Nordrhein (AKNR).

Die Versammlung findet von 12 bis circa 13 Uhr auf dem Burgplatz in Düsseldorf statt. Schon ab 11 Uhr sollen sich die Teams auf dem Burgplatz einfinden, »bestenfalls in weißen Kitteln und mit Ihrem gesamten Apothekenteam«, heißt es in der Mitteilung. »Nur durch geschlossenes Auftreten kann die notwendige Aufmerksamkeit für unsere Anliegen erreicht werden!«

Hannover

Der Landesapothekerverband Niedersachsen ruft zu einer zentralen Kundgebung in Hannover auf. Die Versammlung findet um 13 Uhr auf dem Opernplatz in der Innenstadt statt. »Am 23. März kommen wir Apothekerinnen und Apotheker mit unseren Teams in Hannover zusammen, um für den Erhalt der qualitativ hochwertigen Arzneimittelversorgung durch die Apotheken vor Ort zu protestieren«, so LAV-Vorsitzender Berend Groeneveld. Hauptgrund des Protests sei das seit Jahren stagnierende Honorar bei gleichzeitig stark gestiegenen Kosten.

München

In München wird die Kundgebung laut Bayrischem Apothekerverband (BAV) zwischen 12 und ca. 14 Uhr auf dem Odeonsplatz stattfinden. Da Protestmaterial ausgegeben wird (solange der Vorrat reicht), lohne es sich, schon früher dort zu sein, heißt es im Podcast »BAV akut«. »Wir protestieren für die uns zustehende Honorarerhöhung auf 9,50 Euro«, betont Dr. Hans-Peter Hubmann, BAV-Vorsitzender, ebenfalls im Podcast. Es gelte, der Ministerin den Rücken zu stärken, die angekündigt hat, die Erhöhung des Fixums umsetzen zu wollen. »Wir sind für die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung da, dies können wir nur leisten, wenn wir eine ausreichende wirtschaftliche Grundlage haben.« Die Bevölkerung müsse sehen, was verloren geht, wenn immer mehr Apotheken vor Ort schließen.

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