Hoher Zuckerkonsum, Fettgebackenes und leere Kohlenhydrate gehen an der Leber nicht spurlos vorbei: Sie erhöhen das Risiko für eine MASLD. Schon Kinder und Jugendliche können betroffen sein. / © Getty Images/piotr_malczyk
Die nicht alkoholische Fettlebererkrankung – medizinisch korrekt als metabolische Dysfunktion assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) bezeichnet – ist die häufigste chronische Lebererkrankung weltweit. In Deutschland ist etwa jeder vierte Erwachsene betroffen. »MASLD ist eng mit metabolischen Risikofaktoren wie Adipositas, Typ-2-Diabetes und Dyslipidämien verknüpft. Bei diesen Patienten ist die Prävalenz deutlich erhöht – es gibt aber auch den ›schlanken Fettleber-Typ‹«, sagte Professorin Dr. Münevver Demir, Leitende Oberärztin am Institut für Hepatologie und Gastroenterologie an der Charité, bei einer Presseveranstaltung des Unternehmens Opella.
Leitlinien empfehlen primär eine Veränderung des Lebensstils wie Ernährungsumstellung hin zu einer mediterranen Kost und mehr körperlicher Bewegung. »Ziel ist in jedem Fall eine deutliche Gewichtsabnahme und damit der Verlust von Fetteinlagerungen, um die Progression hin zu Folgestadien wie Entzündung (MASH) und Fibrose der Leber zu unterbinden.« Auch bei den »Abnehmspritzen«, also den GLP-1-Agonisten Semaglutid und Tirzepatid, sei die starke Gewichtsabnahme der eigentliche Grund für die Wirksamkeit in dieser Indikation. Weitere therapeutische Optionen seien rar bis bislang nicht vorhanden, so die Hepatologin.
Als sinnvolle Ergänzung, vor allem in frühen Krankheitsstadien, sieht die Expertin die gezielte Zufuhr essenzieller Phospholipide. Das gäben die Daten einer kürzlich im Fachjournal »Liver International« publizierten Phase-IV-Studie her, an der sie selbst mitgewirkt hat. Die von Opella unterstützte Studie untersuchte die Wirksamkeit des pflanzlichen Arzneimittels Essentiale® bei MASLD. Das Präparat enthält entölte, angereicherte Phospholipide aus Sojabohnen und ist als 300-mg- und 600-mg-Kapseln verfügbar.