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Augenfarbe und Gesundheit
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Diese Risiken haben Menschen mit blauen Augen

Blaue Augen gelten als auffällig. Für die Augengesundheit können sie jedoch einige Besonderheiten mit sich bringen. Tatsächlich zeigen Studien und Erfahrungen aus der Augenheilkunde, dass die Augenfarbe mit dem Risiko bestimmter Erkrankungen zusammenhängt.
AutorKontaktaponet.de
Datum 18.06.2026  08:00 Uhr

Wer blaue Augen hat, sollte seine Augen besonders gut vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen. Denn helle Augen enthalten weniger Melanin, den natürlichen Farbstoff, der Licht und UV-Strahlen teilweise abfängt. Dadurch können bestimmte Risiken steigen.

UV-Strahlung: Warum helle Augen empfindlicher reagieren

Die Farbe der Iris wird durch die Menge des Pigments Melanin bestimmt. Je weniger davon vorhanden ist, desto heller erscheinen die Augen. Blaue Augen entstehen dabei nicht durch einen blauen Farbstoff, sondern durch Lichtstreuung in der Iris.

Melanin übernimmt eine wichtige Schutzfunktion. Ähnlich wie es die Haut vor UV-Strahlen schützt, kann es auch das Auge entlasten. Menschen mit sehr hellen Augen sind deshalb anfälliger für Schäden durch starke Sonneneinstrahlung.

Uveales Melanom: Seltene Krebsart tritt bei hellen Augen häufiger auf

Besonders deutlich zeigt sich dieser Zusammenhang beim sogenannten uvealen Melanom, einer seltenen Krebsform im Auge. »Dieser Krebstyp ist zwar sehr selten, er findet sich jedoch bei Menschen europäischer Abstammung 20- bis 30-mal häufiger als bei Menschen asiatischer oder afrikanischer Abstammung«, sagt Professor Dr. Nikolaos Bechrakis, Direktor der Klinik für Augenheilkunde der Universitätsmedizin Essen.

Da helle Augen in Europa deutlich häufiger vorkommen, sehen Fachleute einen möglichen Zusammenhang zwischen geringerer Pigmentierung und dem Erkrankungsrisiko.

Makuladegeneration: Welche Rolle die Augenfarbe spielen könnte

Auch bei der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) gibt es Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Augenfarbe. Vor allem die feuchte Form der Erkrankung tritt bei Europäern häufiger auf als bei Menschen asiatischer oder afrikanischer Herkunft.

Ob blaue Augen direkt das Risiko erhöhen, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Die vorhandenen Daten sprechen jedoch dafür, dass die Pigmentierung der Iris eine Rolle spielen könnte.

Dunkle Augen: Diese Risiken werden diskutiert

Eine dunkle Iris schützt zwar besser vor UV-Strahlung, bringt aber offenbar andere Nachteile mit sich. So tritt der Graue Star bei Menschen mit dunklen Augen laut Untersuchungen zwei- bis viermal häufiger auf als bei Menschen mit blauen Augen.

Als mögliche Erklärung diskutieren Forscher, dass dunkle Irisstrukturen mehr Licht aufnehmen und dadurch die Temperatur im Auge leicht erhöhen. Bekannt ist, dass starke Hitze die Entstehung eines Grauen Stars begünstigen kann.

Hornhauttransplantation: Warum die Augenfarbe eine Rolle spielen kann

Auch bei Hornhauttransplantationen beobachten Augenärzte Unterschiede. Menschen mit dunklen Augen entwickeln häufiger Abstoßungsreaktionen und andere Komplikationen als Menschen mit hellen Augen.

Für Betroffene hat das heute allerdings meist nur geringe praktische Bedeutung. Moderne Operationsverfahren haben die Erfolgsaussichten von Hornhauttransplantationen deutlich verbessert.

Was Menschen mit blauen Augen beachten sollten

Wer blaue Augen hat, kann seine Augen mit einfachen Maßnahmen schützen:

  • Bei starker Sonne eine Sonnenbrille mit UV-Schutz tragen.
  • Direkte Sonneneinstrahlung über längere Zeit vermeiden.
  • Regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.
  • Veränderungen des Sehvermögens früh abklären lassen.

Die Augenfarbe allein entscheidet zwar nicht über die Gesundheit der Augen. Sie gehört jedoch zu den Faktoren, die das Risiko bestimmter Erkrankungen beeinflussen können.

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