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Erektile Dysfunktion oft gut behandelbar

Über Erektionsschwierigkeiten zu sprechen, fällt Männern meist schwer, denn ihr Selbstwertgefühl und auch die Partnerschaft können darunter leiden. In der Apotheke oder der Arztpraxis darüber zu sprechen, kann allerdings hilfreich sein – in vielen Fällen sind Erektionsstörungen gut behandelbar.
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 24.06.2024  08:00 Uhr

PDE-5-Hemmer unter der Lupe

Es stehen vier verschiedene PDE-5-Hemmer zur Verfügung: Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil und Avanafil. Die Wirkung der Substanzen ist vergleichbar. Sie unterscheiden sich bei der empfohlenen Dosierung und vor allem darin, wie schnell die Wirkung eintritt und wie lange sie anhält (siehe Tabelle). Auch die Nebenwirkungen der allgemein gut verträglichen PDE-5-Hemmer sind ähnlich. Es treten vor allem Kopfschmerzen, Flushs, verstopfte Nase und Dyspepsie auf, bei Tadalafil sind auch Rückenschmerzen möglich.

Kontraindiziert sind PDE-5-Hemmer unter anderem bei der Einnahme von Nitraten oder NO-Donatoren wie Molsidomin, hohem kardiovaskulärem Risiko, arterieller Hypertonie mit Blutdruckwerten > 170/110 mmHg, komplexer antihypertensiver Medikation und Herzinfarkt, Schlaganfall oder Arrhythmien in den vergangenen sechs Monaten.

Wirkstoff (Handelsname) Empfohlene Dosis, Einnahmezeitpunkt Beratungswissen
Avanafil (Spedra®) 100 mg, 15 bis 30 Minuten vor einer sexuellen Aktivität • Neuester PDE-5-Hemmer, seit zehn Jahren auf dem Markt
• Einnahme zum Essen verzögert Wirkeintritt.
Sildenafil (Viagra® und Generika) 50 mg, etwa eine Stunde vor dem Geschlechtsverkehr • Seit mehr als 25 Jahren auf dem Markt, am besten untersuchte Substanz
• Sildenafil ist auch zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie zugelassen.
• Einnahme zum Essen verzögert Wirkeintritt.
Tadalafil (Cialis® und Generika) 10 mg, mindestens 30 Minuten vor einer sexuellen Aktivität • Wirkung hält für 24 bis 36 Stunden nach der Stimulation an.
• Tadalafil ist auch zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie und des benignen Prostata-Syndroms zugelassen. Es kann auch über einen längeren Zeitraum einmal täglich eingenommen werden.
Vardenafil (Levitra® und Generika) 10 mg, etwa 25 bis 60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr • auch als Schmelztablette erhältlich
• Einnahme zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit kann den Wirkeintritt verzögern.
PDE-5-Hemmer in der Übersicht
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