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Immunreaktion
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Fieber: Symptom kompetenter Abwehr

Fieber beunruhigt viele Menschen, vor allem Eltern kleiner Kinder geraten schnell in Sorge, wenn die Körpertemperatur ihres Kindes steigt. Doch Fieber ist keine Krankheit. Es zeigt vielmehr eine effektive Immunreaktion an, und sein Verlauf lässt Rückschlüsse auf die auslösende Ursache zu.
AutorKontaktCarina Steyer
Datum 23.08.2019  16:30 Uhr

Fieberkrämpfe machen Angst

Fieberkrämpfe gelten als die häufigste neurologische Störung bei Babys und Kleinkindern und treten bei 2 bis 5 Prozent der Kinder unter fünf Jahren auf. Es handelt sich um epileptische Gelegenheitsanfälle, die durch eine verminderte Erregbarkeitsschwelle des Cortex bei erhöhter Körperkerntemperatur entstehen. In den meisten Fällen treten sie während des Fieberanstiegs auf, können sich aber auch ereignen, wenn das Fieber wieder sinkt.

Fieberkrämpfe beruhen vermutlich auf einer genetischen Veranlagung des Gehirns, in einer bestimmten Entwicklungsphase auf Fieber mit einem Krampfanfall zu reagieren. Aus diesem Grund treten Fieberkrämpfe auch familiär gehäuft und über Generationen hinweg auf. Nicht abschließend geklärt ist, ob der Fieberkrampf durch das Fieber oder den zugrunde liegenden Infekt ausgelöst wird. Grundsätzlich können Fieberkrämpfe bei allen Erkrankungen, die mit Fieber einhergehen, ausgelöst werden. Besonders häufig handelt es sich allerdings um Infekte der oberen Atemwege oder des Magen-Darm-Trakts.

In den meisten Fällen (70 Prozent) erleben Kinder sogenannte einfache Fieberkrämpfe. Das typische Alter hierfür liegt zwischen sechs Monaten und fünf Jahren, mit einem Häufigkeitsgipfel zwischen zwölf und 18 Monaten.

Ein einfacher Fieberkrampf beginnt oft mit dem Verdrehen der Augen. Das Kind verliert das Bewusstsein, und der gesamte Körper spannt sich an. Daraufhin folgt ein rhythmisches Zucken von Armen und Beinen. Manchmal geht die Körperspannung auch verloren anstelle der eigentlich üblichen Anspannung. Während des Krampanfalls sind die Kinder auffällig blass, die Lippen können sich bläulich verfärben. Einfache Fieberkrämpfe dauern wenige Sekunden bis maximal 15 Minuten und hören von selbst wieder auf. Sie wiederholen sich innerhalb von 24 Stunden nicht.

Hört ein Fieberkrampf nicht von selbst auf und dauert länger als 15 Minuten, sprechen Mediziner von einem komplizierten Fieberkrampf. Komplizierte Fieberkrämpfe sind deutlich seltener (30 Prozent der Fälle). Sie treten bei Kindern unter sechs Monaten oder über fünf Jahren auf und wiederholen sich innerhalb von 24 Stunden.

Fieberkrämpfe werden meist von den Eltern zu Hause beobachtet und als extrem beängstigend wahrgenommen. In den meisten Fällen bleiben sie aber ohne gesundheitliche Folgen für das Kind. Das Risiko, dass einem einfachen Fieberkrampf eine Epilepsie zugrunde liegt, ist gering. So liegt die Wahrscheinlichkeit einer späteren Epilepsie mit 1 bis 1,5 Prozent nur minimal über dem Risiko der Normalbevölkerung. Bei komplizierten Fieberkrämpfen ist das Risiko mit 4 bis 15 Prozent erhöht und hängt davon ab, wie viele Kriterien für einen komplizierten Fieberkrampf erfüllt sind.

Fieber hohes Fieber
Abgeschlagenheit Heiße, trockene, gerötete Haut
Müdigkeit Glasige Augen
Schwäche Unruhe
Krankheitsgefühl Wahrnehmungsstörungen
Kopf-, Glieder- und Gelenkschmerzen Fieberträume
Licht- und Geräuschempfindlichkeit Bewusstseins- und Sinnestrübung
Appetitlosigkeit Fieberkrämpfe
Unruhe
Obstipation
Trockene Lippen und Mundschleimhaut
Geringe, konzentrierte Harnmenge
Erhöhte Herzfrequenz
Schnelle, flache Atmung
Vermehrter Tiefschlaf
Begleitsymptome von Fieber
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