Fit für die Plausibilitätsprüfung |
Im Labor der Ruth-Pfau-Schule stellten die PTA-Schülerinnen und -Schüler Glucocorticoid-haltige Rezepturen her. / © Sarah Kiemen
Im ersten Teil der Veranstaltung erklärte die Referentin Ingrid Tieke in einem Vortrag ausführlich die einzelnen Schritte der Plausibilitätsprüfung. Anhand von Rechen- und Verordnungsbeispielen hangelten wir uns von Einwaagekorrekturfaktoren sowie Trocknungsverlusten zu pH-Wert-Einstellungen und Kompatibilitäten. Dabei vertieften wir viel Wissen, das uns schon das ein oder andere Mal über den Weg gelaufen war, zum Beispiel die Inkompatibilitäten kationischer, phenolischer und grenzflächenaktiver Stoffe. Auch sprachen wir über die Wichtigkeit der GMP-Konformität nach § 6 und § 11 der ApBetrO bei Wirkstoffen und wie diese bei Lieferanten zu prüfen ist.
Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es dann in die Labore, wo es mit mehr als 30 Schülern recht kuschelig wurde. In Gruppen eingeteilt war es nun an uns, eine eigene Plausibilitätsprüfung an Glucocorticoid-haltigen kutanen Rezepturen durchzuführen und diese entsprechend zu korrigieren. Im Anschluss stellten wir eine pharmazeutisch korrigierte Version der Rezeptur sowie die fehlerhafte Rezeptur her.
Am Ende wurden die Resultate zusammen verglichen, sodass wir mit eigenen Augen die aufgetretenen Komplikationen der fehlerhaften Rezepturen sehen konnten, zum Beispiel beim Einarbeiten des kationischen Wirkstoffs Ethacridinlactat in eine Grundlage mit anionischem Emulgator. Denn dabei reagieren beide Stoffe und kristallisieren zu Salzen aus, wodurch die Emulsion bricht. Das Resultat ist eine inhomogene, klobige Masse.
Wir verließen an diesem Tag die Schule eine Erfahrung reicher und danken der Firma Caesar & Loretz für diese Gelegenheit!