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Ernährung kurz & knackig
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Übersäuerung des Körpers – was wirklich dahintersteckt

Kann der Körper durch Ernährung wirklich »übersäuern«? Viele glauben das – doch was dahintersteckt, ist weniger eindeutig, als es klingt. Tatsächlich reguliert der Organismus seinen Säure‑Basen‑Haushalt selbst sehr zuverlässig – vor allem über Lunge, Nieren und Puffersysteme im Blut.
AutorKontaktPTA-Forum
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 07.06.2026  14:00 Uhr

Ob eine säurelastige Ernährung zu einer dauerhaften, unterschwelligen Übersäuerung führt, ist wissenschaftlich umstritten. Für Beschwerden wie Müdigkeit oder geringe Belastbarkeit gibt es bislang keine überzeugenden Belege. Ernährung kann den Säure‑Basen‑Haushalt zwar beeinflussen, gilt aber eher als begleitender Faktor und nicht als direkte Krankheitsursache. Eine echte Übersäuerung des Körpers (Azidose) tritt vor allem bei schweren Erkrankungen auf – etwa bei Diabetes oder Nierenproblemen.

Unabhängig davon ist eine pflanzenbetonte Ernährung klar gesundheitsfördernd: Sie liefert viele Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe und wirkt sich positiv auf Stoffwechsel, Blutdruck und Entzündungsprozesse aus.

Wie man sich basisch ernährt:

  • Pflanzliche Lebensmittel gelten als basisch – dazu zählen Gemüse, Salat, Kartoffeln, Pilze, Kräuter und Obst. Sie sollten rund 80 Prozent der Ernährung ausmachen.
  • Als »säurebildend« gelten dagegen Fleisch, Fisch, Eier und manche Milchprodukte (zum Beispiel Käse oder Quark).
  • Als besonders empfehlenswerte Beilage gelten: Kartoffeln – sie werden basisch verstoffwechselt.
  • Als neutral gelten unter anderem Joghurt, Milch, Buttermilch, Kefir sowie Fette und Öle.
  • Als säurebildend gelten auch Zucker, Weißmehl, Fastfood, Softdrinks und Alkohol.

Mini-Wissen

Zitronen schmecken zwar sauer, gelten im Körper aber als basenbildend. Der Grund: Entscheidend ist nicht der Geschmack auf der Zunge, sondern wie die enthaltenen Mineralstoffe im Stoffwechsel verarbeitet werden.

Alltags-Boost

Schon kleine Routinen machen einen Unterschied:

  • den Teller häufiger zur Hälfte mit Gemüse oder Salat füllen
  • anstelle von stark verarbeiteter Beilagen öfter zu Kartoffeln greifen
  • Hülsenfrüchte als pflanzliche Eiweißquelle nutzen
  • Wasser oder Kräutertee statt Softdrinks trinken
  • ausreichend trinken, um die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten zu unterstützen
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