So kann man sich täuschen: Zitronen schmecken zwar sehr sauer, wirken im Körper jedoch basenbildend. Der Geschmack spielt in Sachen Säuren und Basen also keine Rolle. / © Getty Images/veronka & cia
Ob eine säurelastige Ernährung zu einer dauerhaften, unterschwelligen Übersäuerung führt, ist wissenschaftlich umstritten. Für Beschwerden wie Müdigkeit oder geringe Belastbarkeit gibt es bislang keine überzeugenden Belege. Ernährung kann den Säure‑Basen‑Haushalt zwar beeinflussen, gilt aber eher als begleitender Faktor und nicht als direkte Krankheitsursache. Eine echte Übersäuerung des Körpers (Azidose) tritt vor allem bei schweren Erkrankungen auf – etwa bei Diabetes oder Nierenproblemen.
Unabhängig davon ist eine pflanzenbetonte Ernährung klar gesundheitsfördernd: Sie liefert viele Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe und wirkt sich positiv auf Stoffwechsel, Blutdruck und Entzündungsprozesse aus.
Zitronen schmecken zwar sauer, gelten im Körper aber als basenbildend. Der Grund: Entscheidend ist nicht der Geschmack auf der Zunge, sondern wie die enthaltenen Mineralstoffe im Stoffwechsel verarbeitet werden.
Schon kleine Routinen machen einen Unterschied:
Eine basenbetonte Ernährung ist kein strenges Konzept, sondern eine alltagstaugliche Orientierung – mit viel Gemüse, ausgewogenen Eiweißquellen und einfachen Gewohnheiten für eine insgesamt gesunde Ernährung. Damit entspricht sie weitgehend den allgemeinen Ernährungsempfehlungen.