»Für die Aufgabe gebrannt« |
Das Kollegium der PTA-Fachschule Gelsenkirchen hat sich von der langjährigen Schulleiterin Susanne Brittinger (links) verabschiedet. / Foto: Privat
Eine Aufgabe, für die die Schulleiterin stets gebrannt hat, wie Gerhard Daniel-Costa, Vorstandmitglied des Trägervereins PTA-Fachschule Westfalen-Lippe, bei der Verabschiedung deutlich gemacht hat. Dabei hat Susanne Brittinger sich nicht nur für ihre Schüler und die Schule eingesetzt; sie hat auch für die PTA-Ausbildung als solche und für den Berufsstand gekämpft. Im NRW-Landtag ist sie als Expertin zur Situation der PTA-Ausbildung gehört worden und auf Bundesebene im Gesundheitsministerium zur Novellierung der Ausbildung gefragt gewesen, erinnert Daniel-Costa.
Als das Land die Förderung der Ausbildung vor zehn Jahren kürzen wollte und damit die Ausbildung in Gefahr war, da demonstrierte Brittinger gemeinsam mit ihren Schülerinnen, Schülern, Kolleginnen und Kollegen vor dem Düsseldorfer Landtag für die Zukunft des PTA-Berufes – und damit letztlich der Apotheken vor Ort. Zudem engagierte sie sich im Weiterbildungsausschuss der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, als Mitglied der Kammerversammlung wie auch als Vorsitzende des Prüfungsausschusses für die Weiterbildung zum »Fachapotheker für theoretische und praktische Ausbildung«.
»Der Berufsstand der PTA, aber auch der gesamte pharmazeutische Berufsstand«, so Daniel-Costa, »können Susanne Brittinger für ihr Engagement nicht dankbar genug sein.« Mindestens ebenso viel wir für den Berufsstand hat sie aber auch für die Schülerinnen und Schüler wie auch die Lehrerinnen und Lehrer geleistet. »Sie hat die Schule mit viel Sachverstand, vor allem aber Herz geleitet«, blickt Marlene Lehmkuhl für das Kollegium auf die Zeit mit Susanne Brittinger zurück. »Ihre Tür stand immer offen für Mitarbeiter – und selbstverständlich für die Schülerinnen und Schüler, die mit ihren großen und kleinen Sorgen zu ihr kommen konnten, mit den Problemen, die sie zu Hause hatten und mit den finanziellen Schwierigkeiten in der Zeit, als die Jugendlichen noch Schulgeld bezahlen mussten. Sie hat stets für jede und jeden ein offenes Ohr gehabt und Lösungen gefunden.«
Aus familiären Gründen geht die 58-Jährige nun nach Berlin und startet dort beruflich neu. Ihre Aufgabe in Gelsenkirchen hat sie an Dr. Julia Kjer übergeben – eine adäquate Nachfolgerin, wie Daniel-Costa überzeugt ist: »Wir als Träger freuen uns auf die Zusammenarbeit.«