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Speiseöle
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Ganz schön raffiniert

Ob Leinöl, Rapsöl oder Olivenöl – jedes Öl besticht durch seinen typischen Eigengeschmack und verfeinert zahlreiche Speisen. Fett ist außerdem ein Geschmacksträger. Das heißt, mit Fett kommen viele Geschmacksnoten erst richtig zu Tragen. Damit sich auch die gesundheitlichen Aspekte der Speiseöle voll entfalten können, braucht es ein wenig Wissen.
AutorKontaktFranziska Horvat
Datum 27.07.2022  09:00 Uhr

Was den Unterschied macht

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt rund 10 bis 15 Gramm pflanzliche Öle am Tag. Welche Speiseöle als gesund gelten, hängt vor allem von den enthaltenen Fettsäuren ab. Öle mit vielen gesättigten Fettsäuren sollten eher selten verwendet werden. Auch wenn gesättigte Fettsäuren nicht so schädlich sind wie jahrzehntelang vermutet, ist es gesünder, sie durch ungesättigte Fettsäuren zu ersetzen. Generell bestehen die meisten pflanzliche Öle zum Großteil aus ungesättigten Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren wie Stearinsäure oder Palmitinsäure kommen vor allem in tierischen Fetten vor. Von den Pflanzenölen sind es hauptsächlich Kokos- und Palmkernöl, die überwiegend gesättigte Fettsäuren enthalten.

Vorteilhaft ist die einfach ungesättigte Ölsäure, von der Oliven- und Rapsöl besonders viel enthalten. Ölsäure soll sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken, indem sie unter anderem den Blutdruck beeinflussen könnte. Besonders günstig für die Gesundheit ist eine mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure, die alpha-Linolensäure. Sie reguliert die Blutfettwerte, verbessert die Fließeigenschaften des Blutes und wirkt entzündungshemmend. Dagegen bildet der Körper aus der mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäure Linolsäure Substanzen, die Entzündungen fördern können. Beides sind essenzielle Fettsäuren, das heißt, sie müssen über die Nahrung zugeführt werden. Ein wichtiger Aspekt ist das Verhältnis zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren, anzustreben ist ein Verhältnis von 5 zu 1. Zurzeit liegt das Verhältnis in der deutschen Bevölkerung bei 10 zu 1 bis 15 zu 1. Die Omega-6-Fettsäure ist in größeren Mengen in Distel-, Maiskeim- oder Sonnenblumenöl enthalten. Von den hierzulande angebotenen Ölen enthält nur Leinöl mehr Omega 3 als Omega 6 und ist daher bestens geeignet, um das Verhältnis in Richtung Omega 3 zu verschieben. Ideal für den alltäglichen Einsatz ist Rapsöl, mit einem Verhältnis Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren von 2 zu 1 und gleichzeitig einem hohen Gehalt an Ölsäure.

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