Therapeutisch sei das A und O eine Gewichtsreduktion. »Wenn die Patienten es schaffen, 5 bis 10 Prozent ihres Ausgangsgewichts zu reduzieren, verschwindet eine MASLD in 90 Prozent der Fälle.« Bei noch größerer Gewichtsreduktion von mehr als 10 Prozent könne es zu einer Regression der Fibrose und der Leberentzündung kommen. Eine Ernährungsumstellung im Sinne einer mediterranen Kost, Meiden von Alkohol und Fructose-haltigen Getränken sowie mehr körperliche Bewegung bildeten daher die Basis jeder Therapie bei MASLD.
Auch beim GLP-1-Rezeptoragonisten Semaglutid, der seit Kurzem in der EU als Kayshield® bei MASH zugelassen, aber noch nicht auf dem Markt ist, sei die starke Gewichtsabnahme der wichtigste Faktor für die Wirksamkeit in dieser Indikation. Hinzu komme ein positiver Effekte auf die Insulinsensitivität sowie antiinflammatorische und antifibrotische Wirkkomponenten. Dagegen hat Resmetirom (Rezdiffra™) lediglich einen Angriffspunkt: Der Agonist am Schilddrüsenhormonrezeptor β (THR-β) reduziert die Fettsynthese und -akkumulation in der Leber. Nachteil: »Mit Resmetirom nehmen die Patienten kein Gramm Fett ab«, sagte Roeb.