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Klimawandel
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Gesundheitsrisiko Hitze

Der Klimawandel führt zunehmend zu extremen Wetterereignissen – etwa zu heftigen Stürmen, Starkregen und vor allem anhaltenden Hitzewellen. Steigen die Temperaturen immer häufiger über die 30°C-Marke, kann das besonders für empfindliche Personengruppen belastend sein oder gar zur ernsthaften Gesundheitsgefahr werden.
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 20.06.2025  15:00 Uhr

Vorstufe Hitzeerschöpfung

Damit es gar nicht erst zu einem Hitzenotfall kommt, gilt es, frühzeitig auf erste Warnzeichen zu achten. Eine mögliche Vorstufe des Hitzschlags ist die Hitzeerschöpfung. Sie tritt infolge einer längeren Hitzebelastung – oft in Verbindung mit körperlicher Anstrengung – auf, wenn es durch starkes Schwitzen und unzureichendes Trinken zu einem Flüssigkeits- und Elektrolytmangel kommt. Typische Symptome sind

  • zunehmende Schwäche,
  • blasse Haut und kalter Schweiß,
  • Schwindel, Übelkeit, teilweise Fieber und Schüttelfrost,
  • Muskelkrämpfe,
  • Verwirrtheit,
  • flache, schnelle Atmung und beschleunigter Puls.

Im Gegensatz zum Hitzschlag ist die Körpertemperatur jedoch (noch) im normalen Bereich, die Haut des Betroffenen fühlt sich kühl und feucht an. Besteht die Hitzeeinwirkung weiter, kann sich aus der Hitzeerschöpfung ein Hitzschlag entwickeln.

Zunächst gilt es natürlich, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust mithilfe isotonischer Getränke zügig auszugleichen. Die körperliche Anstrengung sollte sofort beendet werden, der Betroffene sollte sich an einem kühlen Ort ausruhen. Auch eine kühle, aber nicht eiskalte Dusche kann helfen, wenn der Betroffene ansonsten gesund ist. Eine kreislaufschonendere Alternative ist, die Haut stellenweise mit einem Waschlappen kalt abzuwaschen beziehungsweise mit feuchten Tüchern zu kühlen. Der Körper regeneriert sich bei einer Hitzeerschöpfung meist schnell. Bessert sich der Zustand jedoch nicht, sollte ein Arzt verständigt werden.

Gereizte Hirnhaut

Ein Sonnenstich (Insolation) entsteht durch längere, direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf – vor allem bei ungeschützter Kopfhaut. Hierbei erhitzt sich das Gehirn, die Hirnhäute (Meningen) werden gereizt und es kann zu einem Anschwellen des Gehirns (Hirnödem) kommen. Kleinkinder, deren Schädeldecke noch dünn ist, und Senioren, die oft wenig schützendes Kopfhaar haben, sind besonders gefährdet. Typische Symptome eines Sonnenstichs sind

  • stark geröteter Kopf,
  • Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel,
  • Fieber,
  • steifer Nacken.

Die Körpertemperatur ist in der Regel nicht erhöht, die Haut am Körper bleibt blass und kühl.

Betroffene sollten sofort in eine schattige, kühle Umgebung gebracht werden und sich hinlegen, der Kopf sollte dabei leicht erhöht gelagert werden. Kopf und Nacken sind mit feuchten Tüchern zu kühlen. Ist der Betroffene bei klarem Bewusstsein, sollten die Helfenden schluckweise Getränke anbieten.

Bei ausgeprägten Beschwerden wie starker Nackensteifigkeit, Krämpfen, Bewusstseinsstörungen oder zunehmender Verwirrung sollte ein Arzt verständigt werden. Bei Kindern und älteren Menschen sollte ein Verdacht auf Sonnenstich grundsätzlich immer ärztlich abgeklärt werden. Wichtig zu wissen: Bei kleinen Kindern können entsprechende Beschwerden auch zeitverzögert einige Stunden nach der Sonneneinwirkung auftreten, also zum Beispiel am Abend nach einem Tag am Strand.

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