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Gewusst wie – Läuse wieder loswerden

Krabbeln, kribbeln, jucken: Allein beim Gedanken an Läuse fängt manch einer bereits an, sich den Kopf zu kratzen. Mit einer konsequenten Therapie ist man die kleinen Mitbewohner jedoch schnell wieder los. Und so geht es.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 11.03.2025  08:30 Uhr

Gut zu wissen

  • Ansteckung meist durch engen Kontakt, also von Haar zu Haar
  • Indirekte Übertragung, wie über Kopfkissen oder Mützen, vereinzelt möglich.
  • Läuse überleben fernab des Kopfes nur zwei bis drei Tage.
  • Läuse übertragen in Deutschland keine Krankheiten.
  • Hausmittel wie Essigwasser oder „Wegföhnen“ helfen nicht.

Neurotoxische Wirkstoffe

  • Nervengifte sind schädlich für Insekten, aber nicht für Menschen.
  • Resistenzen möglich: Läuse können durch Mutation unempfindlicher sein, daher ist erhöhte
  • Aufmerksamkeit beim Überprüfen des Behandlungserfolgs nötig.
  • Pyrethrum (zum Beispiel Goldgeist® forte)
  • Permethrin (zum Beispiel Infectopedicul®, Biomo Pedicul® 0,5 % Lösung)

Physikalisch wirksam

  • Wirkstoffe verschließen vermutlich die Atemöffnungen der Läuse, Eier und Larven.
  • Dimeticon (zum Beispiel Jacutin® Pedicul Fluid, Nyda®, Hedrin® Once Liquid Gel)
  • Neem-Extrakt (zum Beispiel Licener®)
  • Mineralöle (zum Beispiel Mosquito® med Läuse-Shampoo 10)

Wurzel bis Spitze

  • Läusekamm: steife Zinken, maximaler Abstand 0,2 mm
  • Feuchtes Haar mit Haarpflegespülung benetzen. Dann ziept es weniger.
  • Strähne für Strähne von der Wurzel bis zur Spitze durchkämmen.
  • Nach jedem Kämmen den Kamm auf Läuse untersuchen (mit Lupe, Abstreifen an Küchenpapier).

Empfohlenes Behandlungsschema

Um Kopfläuse schnellstmöglich wieder loszuwerden, empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen »Epidemiologisches Bulletin« (1/2025) eine kombinierte Anwendung von chemischen Mitteln und dem Auskämmen mit dem Läusekamm.

  • Tag 1: Kopflausmittel gemäß Herstellerangaben anwenden und auswaschen, danach mit Läusekamm nass auskämmen
  • Tag 2: Nass auskämmen, um Behandlungserfolg zu kontrollieren
  • Tag 5: Nass auskämmen, um nachgeschlüpfte Larven zu entfernen
  • Tag 8, 9 oder 10: Wiederholungsbehandlung mit Kopflausmittel, um nachgeschlüpfte Läuse abzutöten, danach nass auskämmen; am darauffolgenden Tag zur Kontrolle nass auskämmen
  • Tag 13 und 17: Nass auskämmen, zur Kontrolle
  • Ein und zwei Wochen nach der Behandlung: nochmal zur Kontrolle nass auskämmen

Die Wiederholung macht’s

Bis zum 7. oder 8. Behandlungstag können aus überlebenden Eiern noch Larven schlüpfen, die dann am 11. Tag wieder neue Eier ablegen können. Daher wird eine zweite Behandlung vom RKI unbedingt empfohlen.

Läusefrei

  • Bereits nach Tag 1 der kombinierten Therapie besteht nur noch eine geringe
  • Ansteckungswahrscheinlichkeit.
  • Kinder dürfen wieder in Gemeinschaftseinrichtungen.
  • Eltern müssen Behandlung schriftlich bestätigen.

Unterstützende Maßnahmen

  • Kämme, Bürsten, Haarbänder/-spangen in heißem Seifenwasser reinigen.
  • Schlafanzüge, Bettzeug, Handtücher und Unterwäsche wechseln und bei 60° Celsius waschen.
  • Kopfbedeckungen, Schals und andere Gegenstände (zum Beispiel Kuscheltiere), die in engem Kontakt mit dem Kopf waren, drei Tage in luftdichte Plastiktüte verpacken oder gut verschlossen für zwei Tage in die Gefriertruhe legen.
  • Insektensprays sind nicht nötig.

Informieren und Kontrollieren

  • Kita, Schule und Kontakte aus dem engsten Umfeld ohne Zeitverzögerung informieren.
  • Alle Kontaktpersonen sollen sich 14 Tage täglich auf Läuse kontrollieren.
  • Prophylaktische Therapie nur bei sehr engem Kontakt im häuslichen Umfeld nötig.

Häufige Fehler

  • zu kurze Einwirkzeit
  • zu wenig Läusemittel verwendet
  • ungleichmäßige Verteilung des Mittels
  • Haare sind zu nass und das Läusemittel dadurch zu stark verdünnt
  • unterlassene oder fehlerhafte Wiederholungsbehandlung
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