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Zwischen Mangel und Risiko
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Magnesium richtig einnehmen und Überdosierung vermeiden

Magnesium gilt als lebenswichtiger Mineralstoff und ist im menschlichen Körper an zahlreichen zentralen Prozessen beteiligt. Viele greifen daher zu Magnesiumpräparaten und hoffen auf positive gesundheitliche Effekte. Entscheidend ist jedoch, ob überhaupt ein Bedarf an zusätzlichem Magnesium besteht – oder ob im Gegenteil sogar eine Überdosierung droht. Die Apothekerkammer (AK) Niedersachsen und PTA-Forum ordnen ein.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 17.04.2026  13:00 Uhr

Tatsächlich ist Magnesium für den Menschen lebensnotwendig: Es ist unter anderem Bestandteil von Knochen und Zähnen, unterstützt die Funktion von Nerven und Muskeln, spielt eine wichtige Rolle bei der Energieproduktion sowie im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel. Zudem trägt es zur Stabilisierung des Herzrhythmus bei, reguliert den Elektrolythaushalt und kann bei einer Unterversorgung bestimmte Krankheiten begünstigen.

Entsprechend groß ist die Erwartung vieler Menschen an entsprechende Präparate: Sie erhoffen sich mehr Leistungsfähigkeit, eine höhere Belastbarkeit oder den Ausgleich eines vermuteten Mangels. Doch ist das realistisch?

Wer sich ausgewogen, pflanzenbasiert und ballaststoffreich ernähre – etwa mit Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Körnern oder Nüssen –, sei in der Regel ausreichend versorgt, erklärt die AK Niedersachsen in einer aktuellen Pressemitteilung. Eine generelle Unterversorgung mit Magnesium gebe es in Deutschland nicht. Im Gegenzug könne ein Zuviel an Magnesium jedoch unerwünschte Nebenwirkungen verursachen. Verbraucherinnen und Verbrauchern rät die Kammer daher, vor einer Supplementierung in der Apotheke vor Ort abzuklären, ob wirklich ein Bedarf an zusätzlichem Magnesium besteht. 

Wie entsteht Magnesiummangel?

Ein Magnesiummangel kann durch verschiedene Lebensgewohnheiten, Erkrankungen oder Medikamente begünstigt werden. Dazu zählen insbesondere:

  • Erkrankungen des Verdauungstrakts – etwa chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Störungen der Gallensäurebildung –, die die Aufnahme von Nährstoffen beeinträchtigen können
  • Diuretika (Entwässerungsmittel), die bei Bluthochdruck oder Herzerkrankungen eingesetzt werden und die Magnesiumausscheidung erhöhen
  • Missbrauch von Abführmitteln, der zu erhöhten Verlusten führen kann
  • Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol oder Pantoprazol, die die Magnesiumaufnahme im Darm hemmen können
  • starkes Schwitzen, etwa bei intensiver körperlicher Belastung oder Hitze
  • chronischer Alkoholkonsum, der sowohl die Aufnahme als auch die Speicherung von Magnesium im Körper stört
  • anhaltender Durchfall
  • Diabetes mellitus
  • einseitige Ernährung
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