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Zelltreibstoff
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Glutamin unter der Lupe

Die Aminosäure Glutamin soll die Muskel- und Darmfunktion verbessern. Die mutmaßlichen Wirkungen sind allerdings nicht ausreichend belegt. Einen Mangel haben gesunde Menschen nicht zu befürchten.
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 23.06.2023  12:00 Uhr

Das Richtige essen

Ebenso unklar wie der Nutzen der Supplementierung ist die ideale Einnahmemenge. Die Tagesdosis bewegt sich laut Herstellerangaben zwischen zwei bis 20 Gramm Glutamin pro Tag. Kann es auch zu viel des Guten sein? Die Aminosäure kommt natürlicherweise in der Ernährung vor und hat in normaler Dosierung keine toxischen Wirkungen. Bei Überdosierung lassen sich jedoch unerwünschte Wirkungen wie Durchfall, Magen-Darm-Probleme oder Kopfschmerzen nicht ausschließen.

Wer lange zu hohe Dosen einnimmt, kann erhöhte Glutaminspiegel entwickeln. Die Folgen davon, besonders auch für Risikogruppen wie Menschen mit chronischen Darmerkrankungen, sind ungewiss. Menschen, die meinen, ihre Glutaminspeicher auffüllen zu müssen, brauchen die Aminosäure nicht zwangsläufig zu supplementieren. Das Apothekenteam kann empfehlen, verstärkt glutaminsäurereiche Nahrungsmittel in den Speiseplan zu integrieren. Dazu zählen als tierische Lebensmittel Parmesan, Kochschinken, Roastbeef, Edamer oder Gouda. Veganer können zu Sojabohnen, Erdnüssen, Dinkelmehl, Linsen oder Weizenprodukten greifen. Aus der Vorstufe Glutaminsäure kann der Körper Glutamin selbst herstellen.

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