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Nierengesundheit
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Hitze belastet die Nieren

Die anhaltende Hitze geht buchstäblich an die Nieren, warnt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Besonders wichtig ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
AutorKontaktCaroline Wendt
AutorKontaktPTA-Forum
Datum 26.06.2026  14:00 Uhr

Vor allem die gleichzeitige Belastung durch Hitzestress, Flüssigkeitsmangel und körperliche Anstrengung kann die Nierenfunktion beeinträchtigen und sowohl akute als auch chronische Nierenschäden begünstigen. Besonders häufig seien akute Nierenschädigungen, Harnsteine, Elektrolytentgleisungen und Harnwegsinfektionen, so die DGE.

Ein erhöhtes Risiko für Nierenschäden haben laut DGE ältere Menschen, Kinder, Schwangere und chronisch Kranke sowie Personen, die bei hohen Temperaturen körperlich arbeiten oder intensiv Sport treiben.

Das Tückische: Eine eingeschränkte Nierenfunktion bleibt oft lange unbemerkt, da sie zunächst kaum Beschwerden verursacht. Zudem werde die Nierenfunktion im Rahmen von Vorsorge- und Routineuntersuchungen nicht systematisch überprüft, bemängelt die DGE.

Um das Risiko zu senken, empfiehlt die Fachgesellschaft eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 1,5 bis 2 Litern täglich – bei Hitze entsprechend mehr. Körperliche Höchstleistungen sollten möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Zudem helfen Pausen im Schatten und leichte, luftdurchlässige Kleidung dabei, den Körper vor Überhitzung zu schützen. Insbesondere Menschen mit erhöhtem Risiko sollten ihre Nierenfunktion regelmäßig ärztlich kontrollieren lassen.

Vorsicht bei Sport und körperlicher Belastung

Wer an heißen Tagen stundenlang schwitzt, habe einen erheblichen Flüssigkeitsverlust, warnte die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) bereits anlässlich des Hitzeaktionstages 2025. Dann reiche es auch nicht aus, nur Wasser zu trinken. »Mit dem Schweiß verliert der Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Elektrolyte, vor allem Natrium und Chlorid«, erklärte Dr. Julia Weinmann-Menke, Direktorin der I. Medizinischen Klinik (Nephrologie, Rheumatologie und Nierentransplantation) am Universitätsklinikum Mainz. Die Folgen: Muskelschwäche bis hin zu Krampfanfällen.

Empfohlen werden daher eher mit einer Prise Salz angereicherte oder isotonische Getränke. Das kann beispielsweise eine Apfelschorle oder ein alkoholfreies Weizenbier sein, oder aber eine WHO-Trinklösung aus der Apotheke.

Wird ein erheblicher Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen, sei mit ernsthaften gesundheitlichen Folgen zu rechnen, warnte Weinmann-Menke. Der Flüssigkeitsmangel verringert die Durchblutung der Nieren und reduziert die glomeruläre Filtrationsrate, die Urinproduktion sinkt, während gleichzeitig Harnsäurekonzentration, Entzündungsfaktoren und oxidativer Stress im Körper ansteigen. »In schweren Fällen produziert die Niere kaum oder keinen Urin mehr. Das ist dann ein akuter Notfall«, so die Nephrologin. Es genüge schon ein Flüssigkeitsdefizit von 2 Prozent des Körpergewichts, um die Leistungsfähigkeit und die Organfunktion zu beeinträchtigen.

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