| Katja Egermeier |
| 14.07.2026 10:00 Uhr |
Sich vollständig vor HPV zu schützen, ist laut DKFZ schwer und im Grunde nur durch sexuelle Enthaltsamkeit möglich. Es ist jedoch möglich, sich vor den wichtigsten Hochrisiko-HPV-Typen durch eine Impfung zu schützen. Die STIKO empfiehlt die HPV-Impfung für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Sie sollte möglichst vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgen, da sie dann den besten Schutz bietet.
Ansonsten empfiehlt das DKFZ, auch beim Oralverkehr Kondome oder sogenannte Lecktücher (Dental Dams) zu benutzen. Auch wenn diese nicht alle Stellen im Genitalbereich abdeckten, senkten sie deutlich das Risiko, sich mit HPV anzustecken.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen HPV seit 2007 für Mädchen und seit Juni 2018 auch für Jungen, jeweils in einem Alter zwischen 9 und 14 Jahren. Die HPV-Impfung sollte idealerweise vor Aufnahme erster sexueller Kontakte vorgenommen werden. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse. Noch nicht geimpfte Jugendliche können die Impfung bis zum Tag vor ihrem 18. Geburtstag nachholen.
Auch Erwachsene können sich gegen HPV impfen lassen. Für Personen ab 18 Jahren gibt es jedoch keine allgemeine STIKO-Empfehlung. Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten dennoch freiwillig ganz oder teilweise.
Bezüglich des Impfschemas hat sich inzwischen einiges geändert. Während bis vor Kurzem drei Impfungen für einen vollständigen Schutz erforderlich waren, erhalten Kinder bis 14 Jahre nun nur noch zwei Einzelimpfungen im Abstand von mindestens fünf Monaten. Ab 15 Jahren und bei einem zu kurzen Impfabstand sind jedoch weiterhin drei Impfungen vorgesehen.