| Katja Egermeier |
| 25.08.2026 16:00 Uhr |
Eine aktuelle Metaanalyse zeigt einen leicht niedrigeres Brustkrebsrisiko bei regelmäßigem Kaffeekonsum – vor allem nach der Menopause. / © Getty Images/blackCAT
Ziel des systematischen Reviews war es, einen Überblick über die recht uneinheitliche Datenlage zu erhalten, wie sich Kaffee auf die Gesundheit – in diesem Fall konkret auf das Brustkrebsrisiko – auswirkt. Dafür bezogen die Forschenden 31 relevante Kohortenstudien mittlerer und hoher Qualität in ihre Metaanalyse mit ein. Die Studien untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Konsum von koffeinhaltigem Kaffee, entkoffeiniertem Kaffee und der Aufnahme von Koffein und dem Brustkrebsrisiko.
Die zusammenfassende Analyse ergab einen geringfügigen Zusammenhang zwischen dem regelmäßigen Konsum von koffeinhaltigem Kaffee und einem niedrigeren Brustkrebsrisiko. Das zeigte sich insbesondere bei Frauen nach der Menopause. Für entkoffeinierten Kaffee und die Gesamtkoffeinaufnahme zeigte sich ebenfalls kein signifikanter Zusammenhang mit dem Brustkrebsrisiko.
Der fehlende Zusammenhang zwischen Koffein allein und einem geringerem Brustkrebsrisiko könnte nach Einschätzung der Forschenden darauf hindeuten, dass andere bioaktive Verbindungen im Kaffee – neben Koffein – eine Rolle spielen. Weitere groß angelegte Untersuchungen diesbezüglich seien jedoch erforderlich, um die zugrunde liegenden Mechanismen aufzuklären