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Pandemie-Maßnahmen
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Kein Schaden fürs Immunsystem

Husten, Schnupfen und grippale Infekte waren im vergangenen Winter kaum ein Thema. Die alljährliche Influenzawelle fiel praktisch komplett aus. Das monatelange Tragen von Mund-Nasen-Masken, die Kontaktbeschränkungen und verstärkten Hygienemaßnahmen bremsten nicht nur die Verbreitung von SARS-CoV-2, sondern auch von vielen anderen Krankheitserregern.
AutorClara Wildenrath
Datum 01.10.2021  15:30 Uhr

Weniger Antibiotika

Von einem anderen Nebeneffekt der Corona-Pandemie könnte das Mikrobiom – und damit das Immunsystem – dagegen sogar profitieren: Weil weniger Infekte auftraten, nahmen auch weniger Menschen Antibiotika. Während des ersten Lock Downs im Frühjahr 2020 verzeichnete die Techniker Krankenkasse nur etwas mehr als halb so viele verordnete Tagesdosen wie im Vorjahreszeitraum. Damit lag die Zahl der Antibiotikabehandlungen so niedrig wie schon seit 20 Jahren nicht mehr. Unter Umständen gleichen sich die günstigen und ungünstigen Einflüsse der AHA-Maßnahmen auf das Immunsystem also aus. Dass die Abwehr langfristigen Schaden nimmt, hält Professor Niehues ohnehin für unwahrscheinlich. »Infekte lassen sich nachholen«, sagt er. Im kommenden Winter könnte auf Kinderkliniken, Arztpraxen und Apotheken deshalb ein großer Ansturm zukommen. 

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