Welche Mythen über Spargel stimmen wirklich? / © Getty Images/ AaronAmat
Dank langanhaltender frühlingshafter Temperaturen gibt es in diesem Jahr schon früh den ersten deutschen Spargel. Es sei mit einem »Turbostart« ab etwa Mitte März zu rechnen, hatte der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer kürzlich angekündigt. Um das bleiche Gemüse ranken sich viele Mythen – was davon stimmt?
Spargel gilt kulinarisch als Gemüse, botanisch handelt es sich um junge Triebe einer mehrjährigen Staude, die im Frühling aus der Wurzel sprießen. Der Fachname lautet Asparagus officinalis, Gemeiner Spargel genannt.
Grüner Spargel wird oberirdisch abgeschnitten, sobald er weit genug aus der Erde schaut. Beim weißen Spargel müssen Erntehelfer Stange für Stange aus der Erde stechen – Maschinen dafür gibt es nicht. Ein penibler Blick ist nötig: Schaut der Kopf ins Licht, färbt er sich rasch violett – was Verbraucher nicht mögen.
Lässt man eine Spargelstange einfach weiterwachsen, entsteht eine buschige, bis zu eineinhalb Meter hohe Staude mit bis zu drei Meter tief reichenden Wurzeln. Es gibt männliche und weibliche Exemplare. Wegen der höheren Erträge werden heutzutage fast nur männliche Hybridsorten gepflanzt.
Spargel besteht zu bis zu etwa 95 Prozent aus Wasser und liefert verglichen mit nährstoffreicheren Gemüsen wie Kohl oder Spinat deutlich weniger Energie, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. In den Stangen enthaltene Substanzen wie Asparagin und Kalium regen die Nierentätigkeit an und haben entwässernde Wirkung.
Positiv zu verbuchen ist, dass Untersuchungen etwa des niedersächsischen Landesamtes Laves regelmäßig zeigen, dass Spargel vergleichsweise wenig mit Pestiziden und Düngemittelrückständen belastet ist. Rückstände werden vor allem bei importiertem Spargel nachgewiesen.
Zwar werden auch bei Spargelpflanzen häufig Pestizide eingesetzt, aber oft vor allem nach der Erntesaison. Sie belasten dann Umwelt und Natur, den Spargel in der Gemüsetheke aber weniger. Eine umweltschonendere Alternative ist Bio-Spargel.