Auch das stimmt nicht. Gegen ganzjährig verfügbare Agrarprodukte wie Tomaten und Möhren kommt der Spargel nicht an. Immerhin aber war er nach Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) mit rund 22.500 Hektar auch 2025 das Gemüse mit der größten Anbaufläche in Deutschland vor Speisezwiebeln (19.800) und Karotten (14.200).
Spargel hierzulande ist fast immer Folienspargel: Kunststoffbahnen auf den Erdwällen verwandeln die Felder monatelang in gigantische Plastikwüsten. Optimal aus ökologischer Sicht wäre es, Spargelstangen – ebenso wie Erdbeeren – nur dann zu kaufen, wenn sie natürlicherweise Saison haben. Hauptsaison für Spargel ist in Deutschland erst im Mai und Juni.
Wie in den beiden Jahren davor lag der Pro-Kopf-Verbrauch von frischem Spargel in Deutschland 2024 der BLE zufolge bei 1,2 Kilogramm. Für 2025 liegen noch keine offiziellen Angaben vor. Nach Destatis-Daten wurden im vergangenen Jahr bundesweit rund 103.920 Tonnen Spargel geerntet.
Beheizte Flächen ermöglichen hierzulande eine frühe Ernte – die im Supermarkt ihren Preis hat. Der größte Teil des deutschen Spargels wird erst zwischen Ende April und dem 24. Juni (Johanni) geerntet, wie es beim Informationszentrum BZL heißt.
Danach endet die Saison in unseren Breiten traditionell, auch wenn die Stangen natürlich weiter sprießen: Die Pflanzen müssen sich vom ständigen Zurückschneiden erholen, um auch im nächsten Jahr wieder guten Ertrag zu bringen.
Eine Spargelstaude bleibt meist sieben bis zehn Jahre ergiebig, neu gepflanzte Exemplare liefern erst nach etwa drei Jahren den vollen Ertrag.