Die Gruppe überprüfte ein Modell, bei dem ein Naturerlebnis mit verschiedenen Aspekten verbunden ist, etwa Erholung, Selbstzuwendung und Lebenszufriedenheit. Dabei zeigte sich, dass die direkten Verknüpfungen zwischen dem Erleben der Natur und der Wertschätzung des eigenen Körpers oder der Lebenszufriedenheit eher schwach ausgeprägt sind, es aber eine starke indirekte Verbindung gibt.
»Insbesondere zeigen unsere Ergebnisse auf, wie der Aufenthalt in der Natur mit einem gesteigerten Selbstmitgefühl und einem stärkeren Gefühl der Erholung verknüpft ist«, erklärt Swami. »Beide Faktoren stehen in Zusammenhang mit einem positiveren Körperbild und – letztlich – einer verbesserten Lebenszufriedenheit.«
»Auffällig ist, wie beständig diese Muster über Länder, Altersgruppen und Geschlechtsidentitäten hinweg sind; dies legt nahe, dass die Verbindung zur Natur Menschen dabei unterstützt, eine positive Beziehung zu ihrem Körper aufzubauen – und zwar auf eine Weise, die tief in der menschlichen Psychologie verwurzelt ist«, sagt Swami.
Der Forscher ist überzeugt davon, dass die Studienergebnisse weltweit auch von der Politik genutzt werden sollten. »In einer Zeit, in der viele Länder nach kostengünstigen Wegen suchen, um das Wohlbefinden zu steigern, unterstreichen unsere Ergebnisse den Wert natürlicher Umgebungen als wichtige Ressource für die öffentliche Gesundheit.«