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Parkinson und Alzheimer
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Neurologen empfehlen Kopfschutz beim Fußball

Einer schottischen Studie zufolge haben Profifußballspieler ein deutlich erhöhtes Risiko, im Verlauf des Lebens eine neurodegenerative Erkrankung zu entwickeln – vor allem die Abwehr. Durch einen Kopfschutz könnte das Risiko gesenkt werden. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Neurologie hin.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 21.10.2021  16:00 Uhr

Den Kopf beim Sport schützen

»Die chronische traumatische Enzephalopathie durch wiederholte leichtgradige Kopfverletzungen bei Sportarten wie Boxen, Fußball, American Football, Rugby oder Eishockey ist immer wieder Gegenstand von Diskussionen«, erklärt Professor Dr. Hans-Christoph Diener, Pressesprecher der DGN. »So können Schutzmaßnahmen durchaus sinnvoll sein und haben sich in vielen Risikosportarten bereits etabliert. Angesichts der Daten sollte nun auch beim Fußball ein Kopfschutz erwogen werden. Dies können dämpfende Helme sein oder andere neuartige Entwicklungen, wie beispielsweise ein dieses Jahr von der FDA zugelassenes spezielles Stoßschutz-Device.«

Der sogenannte Q-Collar wird um den Hals getragen und übt einen geringen Druck auf die Halsschlagadern aus. Dadurch wird die Durchblutung des Gehirns minimal erhöht, weshalb durch die Volumenzunahme die Bewegung des Gehirns im Schädel reduziert wird. Es kann bei Stößen gegen den Kopf nicht mehr so stark gegen den Schädel stoßen.

Die DGN betont, wie wichtig Sport dennoch ist. »Gerade beim Amateur- und Jugendsport ist die Datenlage zum möglichen Risiko neurodegenerativer Erkrankungen bei entsprechenden Sportarten nicht ausreichend«, so Professor Dr. Peter Berlit, Generalsekretär der DGN. Zudem habe Sport nachweislich positive Effekte auf die Gesundheit und insbesondere auf das Gehirn. »Wahrscheinlich überwiegt insgesamt der Nutzen die Risiken. Dies sollte uns aber nicht davon abhalten, potenzielle Risiken bestimmter Sportarten zu minimieren.«

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