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Reiseapotheke
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Nicht nur an die Klassiker denken

Endlich Urlaub! Die Freude ist riesig. Und dann kommt da mitten in der schönsten Zeit eine Krankheit, an deren Vorhandensein man wirklich überhaupt nicht mehr gedacht hat. Ausgerechnet jetzt.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 07.07.2026  12:00 Uhr

Gut vorbereitet

Abgesehen davon gibt es viele weitere akute Urlaubsverderber. Deshalb lohnt sich im Beratungsgespräch immer die Frage: »Welche akuten Erkrankungen hatten Sie in den vergangenen Jahren?« Entsprechend individuell kann die Reiseapotheke bestückt werden.

Natürlich gehört auch das klassische Repertoire ins Gepäck, wie die folgende Liste zeigt:

  • Schmerzmittel
  • Fieberthermometer
  • Antidiarrhoika wie Loperamid, Kohlecompretten, Elektrolytpräparat
  • abschwellende Nasentropfen, Halsschmerztabletten
  • lokal und systemisch wirksame Antihistaminika gegen Insektenstiche/allergische Reaktionen
  • lokales Glucocorticoid
  • Antiemetikum gegen Reiseübelkeit
  • Antazida/Protonenpumpeninhibitoren (PPI) gegen Sodbrennen; Kautabletten mit Gel-Komplex
  • Mittel gegen Verstopfung, die sich gleichsam für Erwachsene und für Kinder eignen
  • Kühlkompressen, Kältespray
  • Pflaster, Verbandsmaterial, Zeckenzange
  • Gele bei Sonnenbrand und Brandwunden

Wichtig: Menschen mit einer chronischen Krankheit sollten von ihren Medikamenten die doppelte der für die Reisedauer eigentlich benötigten Menge mitnehmen. Bei Flugreisen ist anzuraten, sich vorab über die Modalitäten zur Mitnahme von Flüssigkeiten und Spritzen zu informieren. Außerdem gehören kälteempfindliche Medikamente wie zum Beispiel Insulin in das Handgepäck, im Frachtraum ist es zu kalt. Allgemein gehören dringend benötigte Medikamente, zum Beispiel eine Dauermedikation, nicht in das Aufgabegepäck, da der Koffer verloren gehen könnte. Eine Impfberatung im Hinblick auf das Reiseziel rundet die Reiseberatung ab. 

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