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Herbst-Snack
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Nuss mit Köpfchen

Echtes Brainfood oder einfach nur lecker? Die Walnuss ist mehr als ein knackiger Snack, sie punktet mit ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen. Was alles in der beliebten Herbstnuss steckt – und worauf es beim Einkauf und bei der Lagerung ankommt.
AutorKontaktAndrea Pütz
Datum 22.10.2026  08:00 Uhr

Wenn im Herbst die grünen Hüllen aufplatzen, beginnt für Juglans regia die Hauptsaison. Schon in der Antike waren Walnüsse beliebt und mit verschiedenen Bräuchen verbunden. Römische Kinder nutzten sie ähnlich wie Murmeln. Die Redewendung »nuces relinquere« (»die Nüsse zurücklassen«) stand dafür, die Kindheit hinter sich zu lassen. Bei Hochzeiten wurden die Nüsse als Symbol für Fruchtbarkeit und einen neuen Lebensabschnitt geworfen.

Im Mittelalter erhielt die Walnuss medizinische Bedeutung: Nach der Signaturenlehre glaubte man, Pflanzen verrieten durch ihre Form, wogegen sie helfen könnten. Weil der Walnusskern an zwei Hirnhälften erinnert, galt er als Mittel gegen Kopfschmerzen. Wissenschaftlich ist das jedoch nicht haltbar. Walnüsse enthalten allerdings Nährstoffe, die für Nervensystem und Stoffwechsel von Bedeutung sind, darunter B-Vitamine und Alpha-Linolensäure. Ein Schutz vor Demenz oder eine direkte Konzentrationssteigerung lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Ihren Platz als sogenanntes Brainfood haben Walnüsse dennoch – als nährstoffreicher Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung.

Die Echte Walnuss stammt wahrscheinlich aus einem Gebiet zwischen Südosteuropa, Kleinasien, Zentralasien und dem westlichen Himalaya. Schon in der Antike wurde sie im Mittelmeerraum kultiviert. Die Römer verbreiteten sie zudem nördlich der Alpen. Auch der deutsche Name erzählt von dieser Wanderung: »Walnuss« geht auf »welsche Nuss« zurück. Welsch bezeichnete zunächst Kelten, später vor allem romanischsprachige Nachbarn. Gemeint war also die aus romanischen Gebieten kommende Nuss. Im 18. Jahrhundert setzte sich die verkürzte Form Walnuss durch.

Juglans regia, die Echte Walnuss, gehört zur Familie der Walnussgewächse und kann stattliche 20 bis 25 m hoch werden. Auffällig sind ihre großen, gefiederten Blätter. Männliche und weibliche Blüten wachsen auf demselben Baum, bestäubt wird ganz klassisch durch den Wind. Am wohlsten fühlt sich die Walnuss an warmen Standorten mit tiefgründigen Böden. Eine Besonderheit ist die Allelopathie – die chemische Geheimwaffe des Walnussbaums. Pflanzenteile enthalten Vorstufen von Juglon. Gelangen Blätter oder Fruchthüllen auf den Boden, entsteht daraus Juglon. Der Stoff kann Keimung und Wachstum empfindlicher Nachbarpflanzen hemmen. Allerdings reagieren Pflanzenarten unterschiedlich stark darauf.

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