Frische Walnüsse haben eine intakte, trockene Schale. Deutliches Klappern beim Schütteln kann auf Austrocknung hindeuten. Nach dem Öffnen sollte der Kern hell bis hellbraun aussehen und angenehm nussig riechen. Bitterer, seifiger oder lackartiger Geruch beziehungsweise Geschmack kann auf ranzige Fette hinweisen. Wegen ihres hohen Anteils ungesättigter Fettsäuren reagieren Walnüsse empfindlich auf Wärme, Licht und Sauerstoff. Ganze Nüsse halten sich kühl, trocken und dunkel mehrere Monate. Geschälte Kerne gehören luftdicht verschlossen in den Kühlschrank. Schimmelige oder auffällig verfärbte Nüsse sollten nicht verzehrt werden.
Kulinarisch sind Walnüsse vielseitig: Sie passen zu Äpfeln, Birnen, Trauben, Feigen und Honig, ebenso zu Feldsalat, Roter Bete, Kürbis, Chicorée, Pilzen und kräftigen Käsesorten. Grob gehackt geben sie Pasta, Risotto und Gemüsegerichten Biss. Kurz ohne Fett angeröstet entwickelt sich ihr Aroma besonders intensiv. Auch in Brot, Müsli, Joghurt oder als Walnusspesto lassen sie sich verwenden.
Traditionell werden zudem noch unreife, grüne Walnüsse für Walnusslikör oder Walnussschnaps angesetzt. Dafür werden die weichen Früchte mitsamt der noch nicht verholzten Schale verwendet. Sie verleihen dem Ansatz ein kräftiges, herb-würziges Aroma und eine tiefdunkle Farbe.

Herbstlicher Feldsalat mit Birne und Walnüssen / © Getty Images/Westend61
Zubereitung für zwei Personen: 100 g Feldsalat waschen und trockenschleudern. Eine reife Birne in dünne Spalten schneiden. 40 g Walnusskerne grob hacken und kurz ohne Fett anrösten. Aus 2 EL Raps- oder Walnussöl, 1 EL Apfelessig, 1 TL Senf, etwas Honig, Salz und Pfeffer ein Dressing rühren. Feldsalat und Birne damit mischen, 80 g Ziegenkäse darüberbröseln und mit den warmen Walnüssen bestreuen. Wer mag, ergänzt einige Granatapfelkerne.