| 13.10.2026 10:00 Uhr |
Zierath: »Als BVpta haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder deutlich gemacht, dass wir die wirtschaftlichen Sorgen der Apothekeninhaberinnen und -inhaber sehen. Wir haben eine angemessene Anpassung des Apothekenhonorars unterstützt und PTA dazu ermutigt, hinter ihren Apotheken zu stehen. Denn ohne wirtschaftlich tragfähige Apotheken gibt es keine sicheren Arbeitsplätze.«
Aus diesem Grund wünsche man sich nun einen öffentlichen Schulterschluss der Apothekerschaft mit ihren Beschäftigten. »Uns ist bewusst, dass eine Honorarverbesserung nicht eins zu eins in Personalkosten fließen kann und viele Betriebe weiterhin wirtschaftlich unter Druck stehen.« Doch ebenso wenig könne die wirtschaftliche Lücke auf dem Rücken der Beschäftigten geschlossen werden.
Nachdem die Apothekenteams, darunter auch die PTA, die schwierigen Jahre mitgetragen hätten, bräuchten nun gerade PTA das Signal: Wir sehen eure Qualifikation, wir sehen eure Verantwortung, und wir wollen, dass ihr in diesem Beruf bleibt.
Man könne nicht gleichzeitig über Fachkräftemangel klagen, PTA-Nachwuchs über zusätzliche Kompetenzen gewinnen wollen, über anspruchsvolle Weiterbildungen diskutieren – aber sich bei der Ausbildung und beim Berufseinstieg immer weiter dem gesetzlichen Mindestlohn annähern. Mehr Qualifikation und Verantwortung müssten sich auch finanziell bemerkbar machen.
An die PTA gerichtet, ruft der BVpta dazu auf, den Wert der PTA und ihrer Arbeit selbstbewusster zu vertreten. Wenn sich etwas verändern soll, müssten PTA als Berufsgruppe sichtbar und hörbar dafür eintreten. »Gute berufliche Perspektiven entstehen nicht von allein.«