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Meerrettich in der Küche
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Scharf und gesund

Meerrettich ist mehr als ein Küchengewürz. Die scharfe Wurzel verleiht nicht nur vielen Gerichten eine intensive pikante Note, auch ihre antimikrobiellen Eigenschaften werden seit langem geschätzt.
AutorKontaktAndrea Pütz
Datum 03.01.2025  09:00 Uhr

Seinen Ursprung hat Meerrettich (Armoracia rusticana) in Südosteuropa und Westasien. Schon vor mehr als 3000 Jahren soll die pikante Wurzel – vor allem als Heilpflanze – in Ägypten bekannt gewesen sein, so zeigen es archäologische Funde. Auch die Griechen und Römer schätzten sie: als Gewürz, für medizinische Zwecke und als Aphrodisiakum. Durch die Römer gelangte der Meerrettich dann auch nach Mitteleuropa.

Im Mittelalter wurde der Meerrettich auch in Deutschland bekannt. Dabei spielten Klöster eine große Rolle, denn die Mönche kultivierten die Pflanze zunehmend in ihren Kräuter- und Heilpflanzengärten. In medizinische Schriften wurde Meerrettich ab dem 12. Jahrhundert erwähnt, da er als Naturheilmittel bei Atemwegsproblemen, Verdauungsstörungen und zur Stärkung der Abwehrkräfte genutzt wurde. Zu finden war die Wurzel unter der Bezeichnung »Kren« oder »Mährrettich«. Letzteres deutet auf die Region Mähren (heute Tschechien) hin, wo er traditionell angebaut wurde. Seit dem 16. Jahrhundert gehört Meerrettich auch als Gewürz fest zur deutschen Küche dazu. Kultiviert wird die Pflanze hierzulande vor allem in Bayern. Die Region um Baiersdorf (Mittelfranken) gilt dabei als »Meerrettich-Hauptstadt«, wo die Wurzel seit Jahrhunderten angebaut wird.

Die Meerrettichpflanze ist eine robuste, winterharte Kreuzblütler-Art, die mit ihrer Vielseitigkeit beeindruckt. Sie wächst bis zu 1,5 m hoch und liefert ihre wertvolle, würzig-scharfe Wurzel – reich an gesunden Senfölglykosiden. Besonders pflegeleicht gedeiht sie in tiefgründigen, feuchten Böden. Von Oktober bis Mai kann man die weißlichen, etwa 3 bis 4 cm dicken Wurzeln frisch genießen.

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