Eine normale lokale Schwellung nach einem Insektenstich kann mehrere Zentimeter groß werden. Sogenannte überschießende Lokalreaktionen werden über 10 cm groß und können bis zu 24 Stunden anhalten. Kommen noch weitere Beschwerden wie Atemnot oder Schwellungen und Juckreiz an anderen Körperstellen hinzu, deutet das auf eine allergische Reaktion hin, die ärztlich abgeklärt werden sollte. / © Getty Images/globalmoments
Tipp: Kühlung kann den Juckreiz lindern. Nicht kratzen – sonst steigt die Gefahr einer Infektion.
Wichtig: Den Stachel möglichst vorsichtig entfernen, ohne den Giftsack zu quetschen.
Auch Stechfliegen können eine deutlich ausgeprägtere Reaktion verursachen als Mücken. Typisch sind eine geschwollene, gerötete und möglicherweise blutunterlaufene Einstichstelle sowie eine ausgeprägte Quaddel.
| Insekt | Schmerz | Juckreiz | Stachel |
|---|---|---|---|
| Mücke | gering | stark | nein |
| Bremse | sehr stark | mittel | nein |
| Stechfliege | stark | stark | nein |
| Biene | sehr stark | mittel | bleibt meist stecken |
| Wespe | sehr stark | mittel | nein |
| Hummel | stark | mittel | nein |
| Hornisse | stark | mittel | nein |
Eine normale lokale Schwellung nach einem Insektenstich kann mehrere Zentimeter groß werden. Eine besonders ausgeprägte Schwellung mit einem Durchmesser von mehr als 10 Zentimetern, die länger als 24 Stunden anhält, wird als überschießende Lokalreaktion bezeichnet.
Die beste Sofortmaßnahme bei schmerzenden Insektenstichen ist, die Stichstelle zu kühlen. Das lindert nicht nur die Schmerzen, sondern reduziert auch die Schwellung und die Ausbreitung des Gifts. Gut eignen sich fertige Kühlpacks, die in ein Tuch gewickelt werden, um eine lokale Unterkühlung und Reizung der Haut zu verhindern. Alternativ kann die Stelle mit Wasser benetzt werden.
Wenn der Stich im Bereich von Hals, Zunge oder Mundschleimhaut liegt und die Schwellung die Atemwege einengt, muss der Notarzt gerufen werden. Dasselbe gilt bei einer allergischen Reaktion. Diese liegt in der Regel vor, wenn Schwellungen und Juckreiz an anderen Körperstellen – unabhängig von der Einstichstelle – auftreten. Das gilt auch für Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit, Atemnot oder Herzrasen.
Treten Beschwerden auf, die über die normale Reaktion an der Einstichstelle hinausgehen, sollte ärztlich abgeklärt werden, ob eine Insektengiftallergie vorliegt und welches Gift sie auslöst. Bei starken allergischen Reaktionen wie Atemnot, Kreislaufproblemen, Schwindel oder Übelkeit sollte sofort der Notarzt gerufen werden.
Wenn bekannt ist, welches Insekt eine allergische Reaktion ausgelöst hat, kann dies die Diagnose erleichtern. Auch die Situation zum Zeitpunkt des Stichs kann Hinweise liefern: Geschah er etwa beim Barfußlaufen über eine Wiese oder beim Blumenpflücken, spricht das eher für eine Biene. Wurde man dagegen während einer Grillparty oder in der Nähe eines Mülleimers gestochen, könnte eine Wespe die Ursache gewesen sein.
Wer bereits weiß, dass er auf Insektengift allergisch reagiert, sollte seine Notfallmedikamente immer griffbereit haben und Angehörige oder andere Personen im Umfeld über die Allergie informieren. Eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) kann bei entsprechender Indikation das Risiko schwerer allergischer Reaktionen deutlich senken.
>> Weitere Infos zu Zeckenstichen, dem Kontakt mit Grasmilbenlarven, Kriebelmücken und den Haaren von Eichenprozessionsspinnern finden Sie hier.