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Microgreens
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Superfood von der Fensterbank

Microgreens wie Sprossen und Keimlinge sind eine gesunde Ergänzung für den täglichen Speiseplan – und dies saisonunabhängig. Wenn sich die zarten Wurzeln, Stängel und grünen Blätter frisch aus dem Samen schieben, ist die Pflanze besonders reich an gut bioverfügbaren Mikronährstoffen. Gerade jetzt vor der Infektzeit freuen sich die Abwehrkräfte darüber.
AutorKontaktAndrea Pütz
Datum 24.09.2021  13:00 Uhr

So gelingt die Anzucht

Wer Keimlinge, Sprossen oder Grünkraut selbst ziehen möchte, muss sich nur ein paar Tage gedulden bis zur Ernte. Die Anzucht ist einfach, aber die kleinen Keime brauchen eine sorgfältige Pflege. Dabei sollten einige Grundregeln beachtet werden. Die Basis für gesunde Sprossen ist hochwertiges Saatgut, am besten in Bio-Qualität. Das Keimgefäß beziehungsweise Keimgerät sowie die verwendeten Gegenstände sollten vor und nach der Nutzung gereinigt werden (zum Beispiel mit Essigwasser oder unter Zugabe von ein wenig Zitronensäure zum Wasser). Das Saatgut sollte mit einem sauberen Löffel entnommen werden. Diese Grundhygiene ist essenziell, denn: Schon bei der Lagerung, aber vor allem während des Keimprozesses können sich Bakterien und Schimmelpilze am Keimgut ansiedeln und dieses verderben. Auch Fäulnis muss vermieden werden. Der weiße Flaum, der die hauchzarten Wurzeln mancher Sprossen umgibt, sollte jedoch nicht mit Schimmel verwechselt werden. Die Faserwurzeln können bedenkenlos verzehrt werden.

Neben der Hygiene spielen noch weitere Keimbedingungen eine Rolle, damit aus den kleinen Samen schon bald knackige und wohlschmeckende Sprossen werden. Die Keimsamen werden zuerst gründlich gespült und anschließend – je nach Packungsanweisung – für eine gewisse Zeit eingeweicht. Zur Keimung ist ein heller Ort ohne direkte Lichteinstrahlung optimal. Die Samen sollten nicht zu dicht im Keimgerät liegen, damit sie von allen Seiten gut belüftet werden und sich optimal entfalten können. Jede Sorte hat andere Ansprüche bezüglich Einweichzeit, Pflege und Keimdauer. Diese finden Verbraucher auf der Verpackung der Saaten.

Wichtig ist immer, dass die Keimlinge und Sprossen feucht gehalten werden. Sie sollten weder austrocknen noch ertrinken. Ist die Keimumgebung zu feucht, begünstigt dies wieder die Bildung von Schimmel und Fäulnis. Nach dem Wässern sollte das Wasser also gut ablaufen können. Dies klappt beispielsweise wunderbar mit einem Keimglas inklusive Siebeinsatz, das sich besonders für Anfänger eignet. Mit einem Keimgerät, das mehrere Etagen besitzt, können Fortgeschrittene dann einen vertikalen Sprossengarten zaubern. Aber auch mit einem sauberen Marmeladenglas mit durchlöchertem Deckel kann das Keimen kostengünstig ausgetestet werden.

Die Temperatur zum Keimen sollte idealerweise zwischen 18 und 22 Grad liegen, eine Luftzirkulation muss gegeben sein. Zur Regulierung kann ein Deckel hilfreich sein. Durch Anheben kann dann überschüssige Feuchtigkeit und Wärme entweichen.

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