| Barbara Döring |
| 21.03.2024 11:45 Uhr |
Eine Antibiotikatherapie kann dem Mikrobiom schaden, da die Wirkstoffe keinen Unterschied zwischen guten und pathogenen Bakterien machen. Um die Darmflora wieder aufzubauen und Durchfall zu vermeiden, sind während und nach der Behandlung probiotische Präparate mit Bakterienkulturen wie Enterococcus faecialis oder Escherichia coli hilfreich (wie Pro-Symbioflor® Immun, Omni-Biotic® 10). »Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, dass über eine ballaststoffreiche Ernährung die günstigen Darmbakterien mit MAC gefüttert werden«, empfiehlt von Cramm.
In den letzten Jahren hat sich die Low-Fodmap-Diät bei Reizdarmbeschwerden etabliert. Betroffene vermeiden fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide und Polyole, da sie mitunter Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfälle verursachen können. Fodmap kommen in Milch und verschiedenen Obst- und Gemüsesorten vor. Die Kostform sollte jedoch nicht prinzipiell als beste Ernährungsform für einen gesunden Darm betrachtet werden, betont von Cramm. Vielmehr sei Low-Fodmap eine Schonkost, die hilft, akute Beschwerden zu lindern. Doch auch Reizdarmpatienten sollten diese Diät maximal vier bis sechs Wochen durchführen, um einen Nährstoffmangel zu vermeiden. Wird Low-Fodmap dauerhaft praktiziert, kann die Vielfalt des Mikrobioms abnehmen. Das wirkt sich nicht nur auf den Darm, sondern auf den gesamten Körper ungünstig aus.