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Blutwert
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TyG-Index zeigt COPD-Risiko

Menschen, bei denen der sogenannte TyG-Index im Blut erhöht ist, haben ein erhöhtes Risiko für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD. Bei bestehender Erkrankung zeigt ein hoher Blutwert zudem ein Risiko für schwere Komplikationen, so das Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse.
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 25.08.2026  14:00 Uhr

Der Triglycerid-Glucose-Index (TyG-Index) ist ein recht neuer Biomarker. Er wird aus den Nüchternblutwerten für Triglyceride und Glucose berechnet. Der Marker dient zur Einschätzung der Insulinresistenz und gibt damit einen Hinweis auf Stoffwechselstörungen.

Allgemeingültige Normwerte für den TyG-Index gibt es bislang nicht. In einer 2026 veröffentlichten Studie wurden bei gesunden Erwachsenen Werte zwischen 7,4 und 8,9 ermittelt.

Was lässt sich über den TyG-Index beurteilen?

Der TyG-Index spielt bislang vor allem eine Rolle bei der Vorhersage eines erhöhten Risikos für Typ-2-Diabetes und das metabolische Syndrom.  Auch zur Vorhersage kardiovaskulärer Ereignisse wird er genutzt; hierbei ist er Studien zufolge mit dem HOMA-IR – einem Wert, der aus Nüchternblutzucker und Nüchterninsulin bestimmt wird – vergleichbar oder diesem sogar überlegen.

Auch für die Lungenerkrankung COPD hat der Index offenbar eine gute Vorhersagekraft, wie eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse, die jüngst im »Journal of Thoracic Disease« veröffentlicht wurde, zeigt. Chinesische Forschende haben hier untersucht, inwieweit der TyG-Index und der TyG-BMI-Index – also der TyG-Index in Bezug auf den Body-Mass-Index – mit dem COPD-Risiko und dem Verlauf der Erkrankung zusammenhängen. Für die Analyse hatte ein Forschungsteam elf Studien mit insgesamt 488.622 Teilnehmenden ausgewertet.

Laut der Analyse haben Personen mit höheren Werten für TyG- und TyG-BMI-Index ein signifikant erhöhtes Risiko, eine COPD zu entwickeln. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass Veränderungen im Zucker- und Fettstoffwechsel eng mit der Lungengesundheit verknüpft sein könnten, heißt es vonseiten der Studienautoren. Dazu kommt: Wer bereits an COPD erkrankt ist und einen höheren TyG- beziehungsweise TyG-BMI-Wert hat, für den ist ein ungünstiger Krankheitsverlauf wahrscheinlicher. Das Risiko für die Sterblichkeit ist erhöht, außerdem treten bei erhöhtem TyG-Index häufiger schwere Komplikationen wie etwa Atemversagen, akute Nierenschäden, Sepsis oder Herzinsuffizienz auf.

Was heißt das für die Praxis?

Die beiden Indizes ließen sich einfach und kostengünstig aus leicht verfügbaren Blutwerten bestimmen, schreiben die Studienautoren. Zukünftig könnten sie dazu genutzt werden, Menschen mit erhöhtem COPD-Risiko früh zu erkennen und Personen mit COPD genauer zu überwachen. Weitere Studien müssen den Autoren zufolge allerdings noch die genaue Vorhersageleistung validieren, den Einfluss von Störfaktoren wie Rauchen und Begleiterkrankungen klären und untersuchen, ob eine gezielte Behandlung der Insulinresistenz die COPD-Inzidenz beziehungsweise den Krankheitsverlauf verbessert.

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