Wer immer auf die optimalen Bedingungen für seine Trainingseinheit wartet, wird nur schwer eine konstante Routine aufbauen können. / © Getty Images/JGI/Tom Grill/Blend Images LLC
»Fünf Kilometer schaffe ich heute nicht, da lauf ich lieber gar nicht« oder »Ein 15-Minuten-Training bringt jetzt auch nichts mehr, ich fang nächste Woche an«: Werfen Sie Ihre Sport-Routine schnell über Bord, wenn Sie Ihre Trainingspläne nicht perfekt einhalten können? Mit dieser Alles-oder-nichts-Mentalität sind Sie nicht allein.
Sie hält viele Menschen davon ab, ihre Fitness-Ziele zu erreichen und etwa am regelmäßigen Sport dranzubleiben. Das legt die Untersuchung eines Forschungsteams um die Verhaltenswissenschaftlerin Michelle Segar (University of Michigan) nahe. Die gute Nachricht vorab: Ein verpasstes Training ist in der Regel kein Problem.
In ihrer Studie, auf die American Psychological Association in ihrem aktuellen Newsletter verweist, beschreiben die Forschenden ein Muster, bei dem Menschen lieber komplett auf Bewegung verzichten, wenn sie ihren Trainingsplan nicht exakt so umsetzen können, wie vorgesehen — statt ihn flexibel anzupassen.
Die Forschenden führten für die Untersuchung Gespräche mit Erwachsenen, die angaben, schon regelmäßig an einer Sport-Routine gescheitert zu sein. Die Studie identifiziert vier typische Denkmuster einer Alles-oder-nichts-Mentalität: