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Hormone
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Unfruchtbar durch Testosteron-Doping

Für einen muskulösen Körper greift so mancher Mann nicht nur zu den Hanteln, sondern hilft auch mit Hormonen nach. Doch beim Doping mit Testosteron und anderen anabolen Steroiden kann der Kinderwunsch auf der Strecke bleiben.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 10.07.2026  12:00 Uhr

Etwa 6 Prozent der Männer haben Erfahrung mit Testosteron-Doping. In manchen Fitnessstudios liegt die Zahl höher. Vor allem junge Männer greifen – oft unter dem Druck der sozialen Medien – zu Substanzen, die den Muskelaufbau beschleunigen, ohne die langfristigen Konsequenzen zu kennen, warnt die Urologische Stiftung Gesundheit. Dazu zählen neben einer Schädigung von Herz und Leber sowie psychischen Problemen auch Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit.

Häufig würden mehrere Präparate kombiniert (»Stacking«), wobei die eingesetzten Mengen den natürlichen Testosteronspiegel um ein Vielfaches übersteigen können. Der Körper reagiert mit einer Art Notbremse und drosselt die Ausschüttung der Hormone LH und FSH, die normalerweise die Hoden stimulieren. Diese stellen die eigene Hormonproduktion ein und bilden deutlich weniger Spermien, wodurch die Zeugungsfähigkeit eingeschränkt sein kann.

Nach dem Absetzen des Dopings stellen sich mitunter Libidoverlust und Erektionsstörungen ein. Nicht bei jedem Mann reguliert sich die Hormonproduktion wieder. Manche leiden noch Jahre danach unter den Folgen und einer anhaltenden Unfruchtbarkeit.

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