| Barbara Döring |
| 08.06.2026 12:00 Uhr |
Um die schädliche Wirkung von Nitraten oder Nitriten in gepökeltem Fleisch zu reduzieren, kann eine Portion Vitamin C – etwa in Form von Spinat oder anderem Blattgemüse – hilfreich sein. / © Adobe Stock/kucherav
In den letzten Jahrzehnten haben Menschen zunehmend Nitrate und Nitrite über die Ernährung aufgenommen – sei es durch gepökelte Fleischwaren oder mit nitratbelastetem Obst und Gemüse. Beide Verbindungen können im Magen durch Nitrosierung in Substanzen umgewandelt werden, die mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden sind.
Die Simulation der kanadischen Forschenden bezog Speicheldrüsen, Magen, Dünndarm und Blutplasma ein. Sie zeigt, dass sich die Bildung der potenziell schädlichen Verbindungen deutlich reduzieren lässt, wenn gleichzeitig Vitamin C etwa aus Blattgemüse wie Spinat aufgenommen wird. Auch die Einnahme von Vitamin-C-Präparaten nach den Mahlzeiten könnte eine moderat schützende Wirkung haben.
Laut der Forschenden könnte die Anwesenheit von Vitamin C in der Nahrung die bisher widersprüchlichen Ergebnisse früherer Studien zum Krebsrisiko durch Nitrate und Nitrite erklären. Die Modellstudie liefert zudem eine Grundlage für gezieltere Studien in Klinik und Labor.