| Barbara Döring |
| 29.09.2022 16:00 Uhr |
Die meisten Warzen lassen sich gut in Eigenregie behandeln. Dafür gibt es drei Möglichkeiten: Keratolyse, Ätzen und Kryotherapie. Bei der Keratolyse wird über mehrere Wochen eine Lösung mit Salicylsäure oder Milchsäure auf die Warze aufgetragen, um die verhornten Hautzellen zu lösen (zum Beispiel Clabin® plus, Duofilm® Lösung). Zudem gibt es Salicylsäure-haltige Pflaster, die zurechtgeschnitten und auf der Warze fixiert werden wie zum Beispiel Guttaplast®, Wartner®. Das Pflaster sollte täglich oder alle zwei Tage erneuert werden, bis sich die verhornte Haut und damit die Warze vollständig gelöst haben. Zwischendurch lässt sich die Hornhaut immer mal wieder mit warmem Seifenwasser entfernen. Damit die Säure nicht auch die gesunde Haut neben der Warze angreift, sollte das Pflaster möglichst genau der Größe der Warze entsprechen oder die Lösung punktgenau aufgetragen werden.
Die Warze zu verätzen, klingt recht rabiat. Tatsächlich sind sogenannte Kaustika – also Ätzmittel wie Monochloressigsäure oder Ameisensäure – deutlich hautreizender als Salicylsäure. Etwas mehr Vorsicht ist bei der Anwendung also geboten. Wird gesunde Haut getroffen, kann sie sich röten und brennen. Das lässt sich vermeiden, indem entsprechende Lösungen oder das Gel mit speziellen Stiften punktgenau aufgetupft werden wie mit EndWarts® Pen, Acetocaustin® Pen. Sicherheitshalber lässt sich die umliegende Haut vor der Anwendung durch Zinkpaste oder Vaseline schützen. Der Vorteil der Verätzung: Die Prozedur muss nur einmal pro Woche durchgeführt werden. Im Laufe der Zeit schält sich das Warzengewebe ab, die weißgewordene Hornschicht lässt sich dann gut abtragen. Ätzmittel zur Warzenentfernung sind rezeptfrei erhältlich. Die Anwendung sollte dennoch gut erklärt werden, damit nicht gesunde Haut verätzt wird. Die Präparate eignen sich nicht für die Anwendung im Gesicht oder im Intimbereich. An den geöffneten Fläschchen sollte man besser nicht riechen, da die Säure Atemwege und Augen reizen könnte.