Tiefe Pickel sitzen meist unter der Hautoberfläche. Sie schwellen an, fühlen sich hart an und können druckempfindlich sein. Besonders wichtig bei dieser Art von Pickeln: nicht ausdrücken. / © Adobe Stock/Goffkein
Tiefe Pickel sitzen meist unter der Hautoberfläche. Sie schwellen an, fühlen sich hart an und können druckempfindlich sein. Besonders wichtig: nicht ausdrücken.
Bevor Cremes oder andere Produkte aufgetragen werden, sollte die Haut gereinigt werden. Dafür eignet sich ein mildes, parfümfreies Waschgel oder Reinigungsschaum. Aggressive Peelings oder stark austrocknende Produkte können die Haut zusätzlich reizen. Das kann Rötungen und Spannungsgefühle verstärken.
Bei tiefsitzenden Pickeln kann Kühlen helfen. Kälte kann Schwellungen vorübergehend reduzieren und die Stelle weniger schmerzhaft machen.
Dafür einen Eiswürfel oder ein Kühlpad in ein sauberes Tuch wickeln und 5 bis 10 Minuten auf die betroffene Hautstelle legen. Danach sollte die Haut kurz pausieren. Wichtig: Eis nie direkt auf die Haut legen, sonst drohen Kältereizungen.
Produkte mit Benzoylperoxid werden häufig gegen entzündliche Pickel eingesetzt. Der Wirkstoff kann Bakterien auf der Haut reduzieren und dafür sorgen, dass Talg besser abfließt.
Bei empfindlicher Haut kann Benzoylperoxid allerdings reizen. Deshalb sollte das Gel oder die Creme nur dünn aufgetragen werden. Außerdem kann der Wirkstoff Textilien ausbleichen, etwa Handtücher oder Bettwäsche.
Hat sich bereits ein sichtbarer Eiterpunkt gebildet, kann eine warme Kompresse helfen. Dafür einen sauberen Waschlappen mit warmem Wasser befeuchten und einige Minuten auf die Stelle legen. Die Wärme kann dazu beitragen, dass sich der Pickel leichter entleert. Zu heiß sollte das Wasser aber nicht sein, damit die Haut nicht zusätzlich gereizt wird.
Auch wenn es schwerfällt: Tiefe Pickel sollten nicht ausgedrückt werden. Dadurch können Bakterien tiefer in die Haut gelangen. Außerdem steigt das Risiko für:
Zahnpasta gilt online noch immer als Hausmittel gegen Pickel. Hautärzte raten davon jedoch meist ab. Viele Zahnpasten enthalten Stoffe, die die Haut austrocknen oder reizen können.
Auch selbst gemischte Mittel aus dem Internet sind problematisch. Ätherische Öle, Zitronensaft oder stark saure Mischungen können die Hautbarriere schädigen und Entzündungen verschlimmern.
Wer häufig entzündete oder schmerzhafte Pickel bekommt, sollte die Ursache ärztlich abklären lassen. Das gilt besonders, wenn:
Dermatologen können beurteilen, ob eine Akne-Erkrankung vorliegt und welche Behandlung sinnvoll sein kann.