Egal, mit welcher Sonnencreme man sich eingeschmiert hat: Am besten achtet man darauf, dass möglichst wenig davon in die Umwelt — also ins Badegewässer oder auf den Boden — gelangt.
So ist es eine schlechte Idee, direkt nach dem Eincremen in den See zu springen — besser einziehen lassen. Weiterer Tipp: »Cremes und Sticks sind die bessere Wahl, denn bei Produkten zum Aufsprühen gelangt bereits beim Auftragen ein Teil des Produktes in die Umwelt«, sagt Luise Körner.
Eine weitere Strategie ist, sich mit Kleidung vor der Sonne zu schützen und gerade in der Mittagszeit die Sonne zu meiden — das spart Sonnencreme. Ebenfalls sinnvoll: sich nicht an der Badestelle abduschen, sondern zu Hause.
Einige Sonnencremes werben damit »korallenfreundlich« zu sein — eine Bezeichnung, die allerdings rechtlich nicht geschützt ist. »Meist bedeutet diese Angabe, dass auf bestimmte chemische UV-Filter wie Oxybenzon oder Octinoxat (»Ehylhexyl Methoxycinnamate«) verzichtet wurde. Diese UV-Filter sind als hormonelle Schadstoffe bekannt«, sagt Luise Körner.
Sie rät dennoch, auch hier die Inhaltsstoffe kritisch zu checken, »denn sowohl andere hormonelle Schadstoffe als auch Mikroplastik oder flüssige Kunststoffe können in so einer Sonnencreme trotzdem enthalten sein.«