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Impfstoffe umfassend angepasst
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Wie stark wird diese Saison die Grippewelle?

Impfstoffe gegen Grippe werden regelmäßig angepasst – und für diese Saison besonders umfassend. Entscheidender  dafür, ob in der Saison 2026/2027 eine besonders starke Grippewelle zu erwarten ist, bleibt aber etwas anderes.
AutorKontaktdpa
Datum 21.10.2026  10:00 Uhr
Bedeutet das Entwarnung für die kommende Grippewelle?

Bedeutet das Entwarnung für die kommende Grippewelle?

Nicht unbedingt. Es gilt trotzdem: ›Die Grippewelle kommt immer, da kann man im Grunde die Uhr danach stellen. Jedes Jahr sterben viele Leute daran und es führt immer zu einer hohen Krankheitslast‹, erklärt Experte Sander. ›Aber wir erwarten nicht, dass dieses Jahr eine besonders dramatische Grippewelle auf uns zurollt.‹

Für wen wird eine Grippeimpfung empfohlen?

Die STIKO empfiehlt Impfungen gegen Grippe unter anderem für Menschen ab 60 Jahren sowie Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere und Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeeinrichtungen. Außerdem wird sie auch für Kinder und Jugendliche mit bestimmten Grunderkrankungen empfohlen. Dazu gehören chronische Erkrankungen der Atmungsorgane, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen, Adipositas und weitere. Die Influenza-Impfquoten bei Kindern und Jugendlichen mit Grunderkrankungen sind der STIKO zufolge seit Jahren deutlich zu niedrig.

In der Saison 2024/25 waren laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) nur 34,5 Prozent der Menschen ab 60 Jahren gegen Grippe geimpft, damit hatte mehr als die Hälfte dieser Gruppe keinen Impfschutz. Sander betont, die EU habe als Ziel eine Impfquote von 75 Prozent, Deutschland liege aber regelmäßig deutlich darunter. ›Die Anpassung der Impfstoffe ist wichtig, aber vor allen Dingen brauchen wir eine bessere Impfquote.‹

Andere Länder kommen auf höhere Impfquoten. Der EU-Durchschnitt lag in der Saison 2022/23 dem Statistischen Bundesamt zufolge bei 47 Prozent mit Bezug auf die Bevölkerung ab 65 Jahren.

Wie ist die Lage bei Atemwegsinfekten bisher?

Die Zahl der akuten Atemwegsinfekte liegt dem RKI zufolge derzeit auf einem moderaten Niveau und wird vor allem von Erkältungsviren wie Rhinoviren und Parainfluenzaviren sowie Enteroviren bestimmt. Die im Abwasser gemessene Last an Coronaviren (SARS-CoV-2) ist weiterhin niedrig, jedoch sei seit einigen Wochen ein leichter Anstieg zu verzeichnen, heißt es im RKI-Wochenbericht zu akuten respiratorischen Erkrankungen. Auch bei den Influenzaviren gibt es einen leichten Anstieg.

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