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Nebenwirkungen Onkologie
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Die richtige Hautpflege für Krebspatienten

Eine gute Pflegeroutine und spezielle Dermokosmetika können zwar die Nebenwirkungen einer Krebstherapie an Haut und Nägeln nicht verhindern – aber beeinflussen, wie stark sie ausfallen. Am besten beginnt man schon vor der Behandlung damit. Welche Präparate sind geeignet?
AutorKontaktElke Wolf
Datum 21.10.2026  08:00 Uhr

Sowohl Strahlen- als auch Chemo- und orale Tumortherapien können die Haut belasten. Da sich Krebstherapien vor allem gegen schnell teilende Zellen richten – also auch gegen Zellen von Haut, Haaren und Nägeln –, reagieren diese auf eine onkologische Behandlung besonders empfindlich. Das bedeutet aber auch: Werden die Krebsmedikamente wieder abgesetzt, bessern sich die Hautbeschwerden. Und auch nach einer Bestrahlung regenerieren sich die Hautzellen in der Regel zügig. Dieser Hinweis im Beratungsgespräch dürfte die Patienten ungemein beruhigen.

Ein Hautausschlag mit Entzündungen, teils mit Bläschen oder Pusteln, ist eine häufige Nebenwirkung einiger oraler Krebsmedikamente. Die Hautreaktionen laufen mehr oder weniger in Stufen ab: Zuerst bildet sich ein akneartiges Exanthem. Dessen Intensität nimmt nach einer gewissen Zeit ab, bis es irgendwann komplett abklingt. Doch die Haut wird zunehmend trocken – so stark, dass sie extrem juckt und hypersensibel reagiert.

Die Hautveränderungen können bereits in der ersten Behandlungswoche auftreten, so etwa unter der gezielten Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren wie Nivolumab oder Pembrolizumab. Auch für zielgerichtete Antikörpertherapien ist das bekannt, etwa für Panitumumab oder Cetuximab.

Akneartiges Exanthem

Vor allem aber die Einnahme sogenannter EGFR-Inhibitoren wie Afatinib, Erlotinib, Sorafenib oder Geftinib bedingt Hautnebenwirkungen. Das liegt daran, dass diese Zielstruktur nicht nur im Tumor, sondern auch in der gesunden Haut vorkommt und somit »miterfasst« wird. Auf diese auch als Tyrosinkinasehemmer bezeichnete Arzneistoffgruppe reagieren die Betroffenen mit einem akneartigen Ausschlag im Gesicht und dem oberen Brust- und Rückenbereich. Die Papeln und Pusteln verkrusten mit der Zeit, zurück bleibt eine trockene, dünne und sehr lichtempfindliche Haut, heißt es etwa auf der Website von Ambora, einer Wissensdatenbank zu oralen Tumortherapien.

Auch ein Hand-Fuß-Syndrom, bei dem die Extremitäten schmerzen, anschwellen und rissig werden, ist eine typische Nebenwirkung bestimmter Zytostatika wie 5-Fluorouracil (5-FU), Capecitabin, Docetaxel oder Doxorubicin. Aber auch bei den Tyrosinkinasehemmern wie Sorafenib, Sunitinib oder Axitinib können Hand und Fuß reagieren. Das kann die Lebensqualität der Betroffenen erheblich belasten.

Die bekannteste dermatologische Nebenwirkung ist freilich die Radiodermatitis, die etwa drei bis vier Wochen nach Beginn einer Strahlentherapie auftritt. Sie ereilt mindestens Dreiviertel aller Brustkrebs- oder Rektumkarzinompatienten.

In jedem Fall sind dermatologische Nebenwirkungen weit mehr als Befindlichkeitsstörungen. Nicht selten machen sie – zumindest vorübergehend – eine Dosisreduktion, eine Verlängerung der Behandlungsintervalle oder sogar einen Therapieabbruch erforderlich. Dies gilt es zu verhindern.

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