| Caroline Wendt |
| 09.01.2026 16:00 Uhr |
Neurodivergente Menschen bringen häufig besondere Stärken mit, die – richtig erkannt und gefördert – sowohl für sie selbst als auch für die Gesellschaft eine Bereicherung darstellen können. So zeichnen sich Menschen aus dem Autismus-Spektrum oft durch Detailgenauigkeit und analytisches Denken aus. ADHS-Betroffene profitieren häufig von Flexibilität und schnellem Umdenken. Bei Dyslexie sind visuelles Denken und Kreativität oft besonders ausgeprägt, bei Dyskalkulie treten häufig sprachliche oder kreative Begabungen hervor. Auch beim Tourette-Syndrom lassen sich besondere Ressourcen wie schnelle Reaktionsfähigkeit beobachten, während hochsensible Menschen ein feines Gespür für Details und Empathie mitbringen.
Inklusion bedeutet nicht, dass alle Menschen allen Situationen gewachsen sein müssen. Wo möglich, sollten Brücken gebaut werden, um den Alltag zu erleichtern.
Ein Apothekenbesuch kann für neurodivergente Patienten stressig sein:
Apothekenmitarbeitende sollten ruhig bleiben und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Patienten eingehen:
Probleme sollten erkannt, aber die Betroffenen nicht stigmatisiert werden. Empathie und Geduld sind entscheidend – schon kleine Anpassungen können einen großen Unterschied machen.