| Isabel Weinert |
| 04.08.2026 10:00 Uhr |
Immer noch gibt es Männer, die die Früherkennung aus Scham nicht wahrnehmen wollen. / © Adobe Stock/Peakstock
Die Krebsart selbst sei nämlich in den meisten Fällen gut behandelbar – wenn sie rechtzeitig erkannt wird. Um die Vorsorge zu fördern, ist die Urologische Stiftung Gesundheit (USG) in die zweite Runde ihrer bundesweiten Aufklärungsinitiative »Prostata – der wunde Punkt des Mannes« gegangen.
Dass das dringend nötig ist, zeigen die aktuellen Zahlen: Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 75.000 Männer an einem Prostatakarzinom, etwa 15.000 sterben daran. Dennoch nutzten nur 17 Prozent der 50- bis 54-Jährigen und 24,8 Prozent der 60- bis 64-Jährigen das gesetzliche Angebot zur Krebsfrüherkennung, so die Pressemitteilung.
Würden Männer die Vorsorge konsequent nutzen, könnte das die Sterberate deutlich senken, denn die relative Fünf-Jahres-Überlebensrate bei früh entdecktem Tumor liege weiterhin bei rund 90 Prozent. Dieser Wert bleibe allerdings unerreichbar, wenn sich Männer nicht aktiv um die Prostatavorsorge kümmerten. Die Kampagne der USG trägt mit Plakaten, Social-Media-Formaten und einem großen Online-Informationsangebot dazu bei, die Früherkennung von Prostatakrebs öffentlich sichtbar zu machen.